Fäuste, Waffen, Blut – fertig ist der gute Actionfilm?

Fäuste, Waffen, Blut – fertig ist der gute Actionfilm?

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Jack Collins (Milo Gibson) ist Ex-Navy-Seal. Nach dem Ende seines Dienstes bleibt er sich treu. Er bleibt bei dem, was er am besten kann. Er tötet Menschen. Und so wird er denn auch von der CIA eingesetzt, um Terroristen zu töten.

SLEAZE + ATDM-Actionfilm
William Fichtner (rechts) mit (zu) kurzem Auftritt

Jack ist der klassische Einzelkämpfer, trotzdem bekommt er diesmal ein Team. Die Agenten Brennan (William Fichtner) und Samuelson (Gbenga Akinnagbe) werden mit nach London geschickt. Dort haben sie zwölf Stunden Zeit, um den ehemaligen CIA-Kämpfer McNight auszuschalten, der zum Feind übergelaufen ist und Geheimnisse verriet.

Damit fällt der simple Plot schon mal in die Kategorie vorhersehbarer Actionfilm und die Beschreibung lässt erahnen, wohin die Reise geht. Gewalt(ige) Action, die sich ihre 18er Freigabe verdienen möchte.

SLEAZE + ATDM-Actionfilm
Nebendarsteller wie Sylvia Hoeks können nicht viel ausrichten.

Doch ich sage es gleich vornweg: Bis auf die rote Flüssigkeit bleibt der Film recht trocken. Lockere Sprüche, wenn ein Auto in die Luft fliegt, kennt man aus diversen Actionfilmen, aber dieser Film versucht es gänzlich mit der Ernsthaftigkeit. Nicht die beste Idee, die man hatte.

Da scheint auf den ersten Blick die Wahl der Schauspieler eine bessere gewesen zu sein. William Fichtner (Black Hawk Down, Prison Break) ist schließlich ein alter Hase im Hollywood-Business. Daher habe ich mich gefreut, einen Film mit ihm im Hauptcast zu sehen. Aber er scheint nur seinen Namen dazuzugeben, wenn man die wenigen Minuten zusammenrechnet, die er auf der Leinwand ist.

Dann gibt es noch den Hauptdarsteller Milo Gibson. Milo ist der Sohn von Mel Gibson und das war es eigentlich auch schon an Bio von ihm.

Mit Gewehr, aber ohne Gewähr.

Mehr gibt es dagegen von den Kugeln, die abgeschossen worden. Es sind viele und treffen zu 90% immer ins Schwarze, welches in All The Devil’s Men zwischen den Augen liegt. Da kann die Position des Schützen noch so ungewöhnlich sein. Dennoch kommt das recht realistisch rüber, genau wie die Nahkampf-Szenen, die es nach irgendeinem Actionfilm-Standardwerk des Öfteren gibt.

Mir fehlt, auch wenn es ein Actionfilm ist, allerdings etwas Hintergrund. Damit meine ich nicht einen Sonnenuntergang oder so, sondern inhaltlich. So wird z.B. erwähnt, das Jack im Krieg war.

Man erahnt, dass er posttraumatische Störungen hat, weshalb er Tabletten schluckt. Wieso er deswegen allerdings Blut spuckt, kam nicht zur Sprache. Auch wird mal kurz eingeworfen, das er Speed genommen hat, daher können die Tabletten auch ein Ersatz sein? Das ist aber auch nur reine Spekulation.

Ich will nicht ausschließen, dass ich manches auch nicht mitbekommen habe, weil ich den Actionfilm trotz seines Labels doch recht langweilig fand. Die ein oder andere Stelle musste ich öfter sehen, da ich mit den Gedanken weggedriftet bin. Trotzdem wurde es dadurch nicht immer klarer. Story, Regie oder Schnitt lassen einen manchmal etwas allein in dieser Actionwüste stehen.SLEAZE + ATDM-Actionfilm

Unser Fazit: Wenn du schlichte Actionfilme mit kurzweiliger Unterhaltung und ordentlich Bums magst, kannst du All the devil’s Men ruhig mal anschauen.

Meike

Titel: All the Devil’s Men
auf DVD und Blu-Ray ab: 27.06.2019
Dauer: 100 Minuten
Genre: Action, Thriller
Produktionsland: USA
Filmverleih: EuroVideo

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