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Es ist ja so eine Sache mit dem Glück. Manche scheinen übertrieben gut ausgestattet, während es andere gibt, die wahre Pech-Magneten sind. Aber abgesehen von diesen Extremen: Manchmal macht es auch einfach Spaß, sein Glück ein bisschen herauszufordern, es zu pieken und zu schauen, ob es einem nicht eine Runde ausgibt. Der (meist nicht so) gemeine Gamer kann davon ein Lied singen – wenn er / sie singen könnte.

Fragt man Gamer nach dem Titel, den sie in den letzten Jahren am meisten mit Glück und Spiel verknüpfen, hört man häufig Red Dead Redemption. Das liegt wohl an den vielen Saloons mit ihren Black-Jack- und Poker-Möglichkeiten in dem Open-World-Western-Epos aus dem Hause Rockstar. Der Spiele-Publisher hat diese sogenannten Ingame-Casinos auch bei weiteren Klassikern wie GTA V und Mafia III integriert. Man hält die Spieler länger im Spiel mit diesen Minispiel-Nebenschauplätzen. Das macht also durchaus Sinn. Auch meine bevorzugten Ingames, Arcade-Automaten, finden sich in diesen Spielen. Und gerade, wenn man bei diesen Automaten kleine versteckte Hinweise zu älteren Klassikern wie die Lucasfilm Games-Klassiker Maniac Mansion oder Zak McKracken findet, jubelt das Retro-Nerdie-Herz!

Aufgrund der Handlungszeit von GTA V und Mafia III lassen sich hier auch Automatenspiele als Nebenspiele finden. Zweifelsohne ist viel Liebe zum Detail in die Programmierung der Ingame-Automaten geflossen, um ein möglichst authentisches Gefühl an den Spieler zu vermitteln. Dabei ist dieser hohe Qualitätsstandard absolut nicht die Regel – viele Entwickler greifen auf Minispiele einzig aus Gründen der Füllung zurück, anstatt mit der Absicht, eine vollwertige alternative Spielform im Spiel an sich anzubieten.

Aber – es geht voran!

Spätestens seit dem riesigen Erfolg von Red Dead Redemption und der positiven Resonanz über die liebevoll ausgearbeiteten Minispiele haben die Entwickler und Publisher das riesige Potential erkannt, das Minispiele bergen. Seitdem merkt man, zumindest bei einigen Studios, eine Tendenz nach oben. Profiteur dieser Sache ist ganz klar der Spieler, der nicht nur mehr, sondern auch bessere Inhalte bekommt. Generell scheint das Thema Umfang wieder mehr in den Fokus der Käufer gelangt zu sein, da viele zeitlich kurz geratene Spiele, die vor ein paar Jahren sicherlich noch gute Verkaufszahlen einfahren hätten können, zu Recht von den Konsumenten durch Nichtkauf abgestraft werden. Also alles richtig gemacht, liebe Gamer. Und mit ein bisschen Glück again kannst du dich in Zukunft auf eine noch bessere Ingame-Auswahl freuen.

Leazel

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