Ein Gipfeltreffen der anderen Art

Ein Gipfeltreffen der anderen Art

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Konspiratives Treffen in Oma SLEAZE‘ Schrebergarten

Gipfeltreffen. Das Wort wird in den Medien immer dann benutzt, wenn sich Große treffen. Staatstragend. Wo Entscheidungen mit weitreichender Wirkung fallen. Genau das richtige Wort also, wenn sich Urberliner wie Wodka Gorbatschow, Thomas Henry und SLEAZE an einem konspirativen Ort treffen, um Geistreiches von sich zu geben. Und nein, es handelt sich nicht um den Stammtisch in der Neuköllner Kneipe „Warthe-Eck“. Es ist aber genauso „Szene“: Oma SLEAZE‘ Schrebergarten in Wilmersdorf.

Warum wir uns da getroffen haben? Weil man seine Ruhe hat. Und die gelegentlichen Schläge auf den Deckel (bzw. Kronkorken) – von herunterfallenden Pflaumen – das Denkvermögen ungemein anregen.

SLEAZE: Gorbi, Thomas, schön, dass ihr gekommen seid.

Gorbi: Hi SLEAZE, ist doch selbstverständlich. Nachdem du mich letztens erst bei meiner Familie besucht hast.

Thomas: Danke für die Einladung. Der Garten ist ja etwas versteckt, aber das leuchtende Orientierungszeichen half mir zum Glück.

SLEAZE: Du meinst den Goldenen Zwerg von design3000? Hehe, ja, das gute Stück hat schon vielen geholfen. Auch in der Einschätzung, was ich von ihnen halte – nichts gegen euch natürlich. Euch liebe ich.

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Klischee Kleingärtner

Gorbi: Hör auf zu schleimen. Lass uns anfangen. Warum hast du uns herbestellt?

SLEAZE: Gute Einleitung. Zwei Sachen. Zum einen, weil ihr Urberliner seid. Und dann, weil ihr Getränkeprofis seid. Mir sind in letzter Zeit einige Fragen gekommen, vielleicht könnt ihr mir helfen. Fangen wir gleich mit dir an: Gorbi, du hast 1921 in Berlin mit deiner Firma begonnen. Ist Berlin so cool wie vor knapp 100 Jahren?

Gorbi: Die Firma hat bereits ein paar Jahre früher begonnen, aber am 28. April 1921 erhielten wir die Genehmigung. Ich habe die 100 also wirklich fast voll. Merkt man mir gar nicht an, oder?
Man kann das heutige Berlin natürlich nur schwer mit den Goldenen Zwanzigern oder überhaupt den sehr abwechslungsreichen letzten 100 Jahren vergleichen. Es gibt ganz andere Dresscodes als damals auf dem Ku’Damm. Es ist insgesamt lässiger geworden.

Thomas: Da muss ich Wodka Gorbatschow recht geben. Generell gibt es in Berlin eine Freiheit, die es in keiner Weltstadt sonst gibt. Allein schon wegen der guten Lebensumstände. Wo in London, Tokio, New York, Paris…

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Ein Gartengespräch der Superlative

SLEAZE: …oder auch Hamburg oder München…

Thomas: …kann man so günstig ein so großes kulturelles Angebot genießen oder sogar ein Startup angehen, ohne ein sehr großes Risiko einzugehen. Darum entstehen meiner Meinung in Berlin so viele kreative Dinge, seien es Apps oder Mode oder Musik.

Gorbi: In Detroit sollen sich gerade die ersten Kreativen in den vielen leer stehenden Häusern in der Innenstadt niederlassen. Und in Miami Beach lockten vor Jahren schon die günstigen Lagerhallen Galerien und Agenturen an.

SLEAZE: Was mir seit Jahren in Berlin auffällt: Die Mauer im Kopf verschwindet. Das ist eine sehr schöne Entwicklung, wozu die vielen Zugezogenen beitragen. Bei den alten Berlinern ist das leider noch nicht ganz so.
Vor ein paar Jahren wollte mir ein Frau, die ich in einem Späti kennen lernte, erklären, dass Neukölln zum ehemaligen Ostberlin gehört. Das würde in Erdkunde keine gute Note geben, aber es ist langsam egal, ob man im „Osten“ oder im „Westen“ ist. So wie es schon immer egal war, ob man im Norden oder Süden Berlins ist.

Gorbi: Der „Osten“ war aber nun auch etwas Besonderes. Als die Mauer fiel, war praktisch ein Teil der Stadt frei von Regeln.

SLEAZE: Das kann man sehr schön in dem Buch „Der Klang der Familie“ nachlesen. Fast alle Partys waren illegal. Und selbst die, die sich um einige Papiere bemühten, konnten mehr oder weniger machen, was sie wollten: Die Macher der Bar 25 erwähnten mal, dass die Beamten ihre Ideen häufig bewilligten, weil es dafür noch keinen Präzedenzfall gab – und das heute vieles aus „Der Bar“ nicht mehr umsetzbar wäre. Ich würde mit dieser Geschichte gern das Thema abschließen und zu meinem zweiten Thema kommen:

Thomas: Bist du unter Zeitdruck?

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Schattenspiele dank schönstem Wetter

SLEAZE: Nein, aber ich fand meine letzten Sätze so schön. Die wollte ich so stehen lassen.
Zu den Getränken. Ich würde gern bei meinen Veranstaltungen mal etwas anderes probieren auf Wodka-Basis als Wodka Energy. Nichts gegen den Longdrink, ich mag ihn immer noch sehr gern, auch wenn er nicht mehr „Szene“ ist, aber unsere Events leben ja immer auch von Überraschungen, wie ihr ja wisst.

Gorbi: Ja, und vor allem weiß ich, wie gern du Energydrinks magst.

SLEAZE: Nur mit dir ist jeder Energydrink noch ein Tick – oder Kick – besser. 😉 Aber zurück zum Thema. Was meinst du, Thomas? Ihr habt doch letztens wieder Gold-Medaillen abgesahnt. Also, als Filler-Experte, was könnte passen?

Thomas: Unsere Filler kennst du ja und soweit ich weiß, magst du sie recht gerne, wenn ich mich an unsere ewerk-Dach-Veranstaltung oder das Treffen im Dudes erinnere. 😉 Und jetzt als echten Tipp: Du solltest mal etwas mit Tee rumprobieren. Etwa Gorbi mit Pfefferminz- oder Hagebutten-Tee, dazu etwas zum Individualisieren…das könnte sehr gut klappen Mate ist ja immer noch sehr beliebt, aber mit echtem Tee lässt sich noch einiges umsetzen

Gorbi: Wie läuft eigentlich eure MATE MATE?

Thomas: Sehr gut. Schmeckt übrigens auch gut mit Gorbi, besonders mit eurem Platinum 44.

SLEAZE: Halt, halt!! Bevor ihr hier wieder eure Getränkegeschäfte macht. – ich muss langsam Oma ihre Schlüssel wiederbringen.

Gorbi: Das ist ja mal eine elegante Ausrede. Aber wir haben schon verstanden. Du kriegst trotzdem wie versprochen von mir ein paar Samples zum Ausprobieren.

Thomas: Ich habe dir auch wie versprochen ein paar Fläschchen mitgebracht.

SLEAZE: Ihr seid tolle Marken.

Gorbi: Sag mal, ist nicht demnächst auch wieder dein Geburtstag? Soll der neue Drink schon dafür sein? Du hast doch da bestimmt etwas geplant, oder?

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Ein abschließendes gemeinsames Statement für die Kamera.

SLEAZE: Ja, das habe ich tatsächlich. Wäre schön, wenn ich da bereits einen guten Longdrink gefunden hätte, aber ist kein Muss. Die Sause steigt am 13.11. in Kreuzberg. Wie gehabt mit ordentlicher Kapelle und ordentlich Spaß in Tüten. Da wollte ich die Tage auch noch mal mit euch drüber reden.

Gorbi & Thomas (ein bisschen wie Tick, Trick & Track): Sag gern Bescheid. (anschließendes kollektives Lachen)

SLEAZE: Danke! Auch für den netten Plausch. Prost.
Da manche nicht ganz so mit Ironie-Antennen gesegnet sind, möchten wir noch einmal ausdrücklich anmerken, dass dieses Marken-Gipfeltreffen nicht wirklich stattgefunden hat. Marken können nicht reden.
Danke an die Mitarbeiter von Wodka Gorbatschow und Thomas Henry, aber auch an design3000 für ihre güldene Gabe.

Voller Zuneigung,

SLEAZE

P.S.: Kein Berliner sagt zum Fernsehturm ernsthaft „Telespargel“.

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