Durch den Wrangler genommen

Durch den Wrangler genommen

TEILEN

Schon mal in einem Jeep gesessen? Wenn nicht, unbedingt machen. Nicht ohne Grund ist heute noch Jeep der Inbegriff für alle Geländewagen oder auch SUVs, auch wenn die ersten beiden Worte in Sports Utility Vehicle so falsch rüberkommen wir die der CSU.

Nein, wir waren das nicht mit dem Schild. Wirklich!!!
Nein, wir waren das nicht mit dem Schild. Wirklich!!!

Mit Jeep meine ich natürlich einen „richtigen“ Jeep wie den Wrangler. Letztes Jahr durften wir den Renegade testen. Der war auch ok, auch wenn das Äußere einem mehr Platz vorgaukelte als wirklich war. Aber er nahm die Schweizer Berge so lässig, wie es sich für einen Geländewagen gehört. Trotzdem: Er ist nichts im Vergleich zu einem Wrangler, oder genauer: den Wrangler Unlimited, den wir zur Verfügung hatten. Seit 2007 soll technisch nichts verändert worden sein an ihm. Und das merkt man. Es wirkt alles für die Ewigkeit gemacht, eine sehr sympathische Sache. Nicht dauernd Trends folgen, hier ein Facelift, da eine neue Spielerei. Nein! Zeit für Entschleunigung und gegen den Konsumwahn. Dafür steht – und rollt – Jeep seit 1941.

Man kann das Dach ab- und die Türen herausnehmen und somit wie auf Großwildsafari oben ohne fahren. Der Verbrauch ist archaisch. Er verbraucht ordentlich im zweistelligen Bereich (können schon mal 13 Liter werden), was wohl niemanden verwundern wird. Das CD-Abspielfach wirkt ebenfalls archaisch, im Gegensatz zu dem ebenfalls eingebauten Bluetooth. Oder wie die Automatik-Schaltung, meiner Meinung nach ein Frevel bei so einem Wagen. Ohne Gangschaltung hat man ihn ein bisschen kastriert.

Darf nicht fehlen: der obligatorische 7er-Grill.
Darf nicht fehlen: der obligatorische 7er-Grill.

Für Grobmotoriker ist dieser Wagen jedenfalls nichts. Man braucht mit diesem Monster schon ein wenig Fingerspitzengefühl, z.B. für Parklücken – oder den ganzen zu eng gebauten Parkhäusern. Die verbreiterten Kotflügel lassen das Gefühl eines breiten Pumpers aufkommen, der meint, seine Ellenbogen außen tragen zu müssen, um noch breiter zu wirken. Gruß ans Selbstbewusstsein an dieser Stelle.

Das Problem mit dem Selbstbewusstsein stellt sich bei einem Wrangler nicht. Auch wenn man keine Ladys wie LL Cool J in seiner Jeep-Hymne auf dem „Back Seat“ flachlegt, ist man in dem Wagen automatisch Chef. automatisch Das kauft man praktisch gleich mit. Man sitzt erhöht, hat in dieser verlängerten Variante namens Unlimited 200 PS – und ein fettes Stahlmonster mit riesigen Reifen unter dem Hintern. Das alles ist für die Stadt natürlich absoluter Quatsch und sicherlich vielen im Alltag auch zu unhandlich, aber: Geil ist es! 🙂

danilo

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT