DRAGON ASIA MARKT – IST ER ZU GROSS, BIST DU UNSPORTLICH

DRAGON ASIA MARKT – IST ER ZU GROSS, BIST DU UNSPORTLICH

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Die Altvorderen hätten es als einen Landstrich im Dreiländereck bezeichnet. Wir sagen, dass Cheb an der Eger in der Tschechischen Republik von Sachsen und vom Norden Bayern gut zu erreichen ist. Die Mission war, einen der größten, wenn nicht sogar den größten grenzverkehrrelevanten Markt aufzusuchen und dort mal nach dem Rechten zu sehen. Start war das beschauliche Adorf im Vogtland, welches von der Redaktionsheimat knappe 350 Kilometer entfernt ist.

Noch einmal 50 Kilometer und man ist im Paradies der Schnäppchenjäger. Die Internetpräsenz www.market-eger.de versprach schon Einiges und ist zudem noch sehr gut ausgestattet.

Angekommen. Abgeparkt. Kurz Angst um das Auto, alle Türen abgeklinkt. Mann, sind wir scheiße!

Was einen erwartet? Hunderte Stände von Vietnamesen, die den Flaneur um jeden Preis in ihre Bretterbuden ziehen wollen. Zugegebenermaßen war unsere Visite zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt avisiert: wochentags und etwa zur Mittagszeit.

Wir waren die Opfer auf dem Tablett mit Apfel im Mund. Man ließ sich auf einige Verkaufsgespräche ein, handelte die Stange Zigaretten auf einen erträglichen Preis herunter oder erwarb mal hier und da etwas, was nötig ist. Mein erstes Portmonee seit fünf Jahren!

Die Verhandlungen erwiesen sich als entsprechend schwierig. Nicht nur weil der Gegner hartnäckig war vermutlich intern geschult war, sondern auch weil ich die letzten 20 Jahre in meinem Vietnamesisch-Kurs unentschuldigt gefehlt habe. Als Standardhandlung erwies sich das Gehenwollen als gutes Druckmittel, um die eigene Preisvorstellung durchzusetzen.

Ansonsten gilt: Nerven behalten und sachlich bleiben!

Sortiment

ALLES! Von der Massenvernichtungswaffe über pinkfarbene, mit kleinen süßen Totenköpfen geschmückte Schlagringe, Totschläger zu Textilien jedweder Couleur und „Marke“.

Auch sind die Sortimente an Schuhen, Gartenzwergskulpturen und Glasprodukten nicht zu verachten.

Über Schnaps und Tabaksorten müssen wir hier kein Wort verlieren. Neben den Verkaufsständen gibt es noch zwei Bäckereien, einen Friseur, Casinos und diverse Tankstellen in der Umgebung, um Väterchen Staat ein mageres Schnippchen zu schlagen.

Das örtliche Etablissement für exotische Tänze und sonstige Dienstleistungen befindet sich leider in einem desolaten Zustand und wartet vermutlich auf den nächsten liquiden Luden. Dann wär dieser kleine Landstrich perfekt ausgestattet für den nächsten Familienausflug.

Tipps

In unmittelbarer Nähe befindet sich ein so genannter TAX-Free Market, in dem man ein hervorragendes Sortiment an Dingen vofindet, die Mann so braucht. Dort sind Plastikgeld, tschechische Kronen und Euro gleichermaßen sehr willkommen.

Diese Fakten rissen ein derbes Loch in unsere Jahresplanung. Aber wann ist man schon mal wieder in Tschechien.

Hui, sogar mit eigener Homepage

Daniel

 

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