Doitsche Gesetzestreue – Mit aller Gewalt in die Politik

Doitsche Gesetzestreue – Mit aller Gewalt in die Politik

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Nun ist es mal wieder so weit: Das Land kotzt derzeit in gewohnter Regelmäßigkeit seinen „alten brauen Brei“ (O-Ton: SLIME) aus. In deutschen Großstädten und zunehmend ländlichen Regionen hört und sieht man Stiefel marschieren, die demokratietreuen Bürgern das Leben schwer machen.

Vielerorts droht nun die NPD gar den Weg zurück auf die Abgeordnetenplätze in Bund und Ländern zu finden, um dort denen auf die Pelle zu rücken, die nicht viel mehr wollen, als im friedlichen Miteinander zu existieren.

Ob es sich dabei um ein dauerhaft schwelendes Phänomen handelt, das nur alle Jahre wieder ausbricht, oder ob diese scheinbar so typisch deutsche Fremdenfeindlichkeit latent vorhanden ist, soll hier ausnahmsweise mal nicht das Thema sein. Vielmehr stellen sich orientierungslose Jugendliche die Frage: Wie kann ich es selbst in den Partei zu etwas bringen?

Nun: Den Hinweis auf die große Bedeutung von Bildung und Erziehung in unser aller Leben, um es zu etwas zu bringen, kennt jeder aus Mamas und Papas Lebensweisheiten. Der Weisheit letzter Schluss ist diese antiquierte Ansicht aber nicht zwingend. Denn es gibt sie.

Die Berufsfelder, in denen das sture Bildungsbürgertum nicht nur unbedingt vonnöten, sondern mitunter gar eher lästig und hinderlich sein kann.

Die Jobs, in denen einzig und allein die praktischen Referenzen als – möglicherweise im wahrsten Sinne – Totschlagargumente über den beruflichen Erfolg entscheiden können.

Wer sich für eine Karriere rechtsaußen begeistern, tut gut daran, früh im Leben Bekanntschaft mit dem Strafgesetzbuch zu machen. Allein mit miserablem Musikgeschmack (völkisch, freiheitlich, furchtbar), modischer Ziellosigkeit und einer klassischen Ganzkörperenthaarung kommt das Elementarteil des braunen M.O.B. (hier: Mensch ohne (eigenes) Bewusstsein) nicht mehr an die politische Front.

Das jedenfalls legt der Blick auf die Lebensläufe der NPD-Führungsriege nahe.

Juristische Auseinandersetzungen mit dem Staat sollte man tunlichst nicht scheuen, wenn es um die rhetorische und körperliche Deutlichmachung der urdeutschen Gesinnung geht. Wenigstens dann nicht, wenn man parteilich mitreden will.

Die Fakten zu einigen Vertretern, denen wir uns im Folgenden widmen, lesen sich zum Teil wie der Stoff, aus dem Kriminalromane gestrickt sind.

Werfen wir also gemeinsam einen investigativen (und keineswegs voreingenommenen) Blick auf die Strippenzieher des brauen Kaders und schauen, mit welchen Vorstrafen man zu Ruhm und brauner Ehre in der Partei bringen kann.

Von A wie „Aufruf zum bewaffneten Kampf“ bis Z wie „Zank-Apfel“

Jürgen Rieger – der Jurist stieß erst auf Umwegen im Jahr 2006 zur NPD und ist als Vorstandsmitglied für das „Referat Außenpolitik“ (die Existenz dieses Referats ist als solche schon erstaunlich genug). In seiner langen Karriere seit den 70er Jahren in verschiedenen deutlich rechtsorientierten Vereinigungen hat Rieger von der Leugnung des Holocaust über zigfache Volksverhetzung, anwaltlichen Parteiverrat bis hin zu schwerer Körperverletzung im Grunde nichts ausgelassen, was ihm (unserer These zufolge) auf der Leiter ein Stück nach oben verhelfen konnte.
Er ist ein rechtes Paradebeispiel dafür, dass man auch mit Mitte 60 noch für die rechte Sache einstehen kann: Denn erst 2006 wurde Rieger erneut handgreiflich gegen einen PDS-Abgeordneten, indem er diesem ins Gesicht schlug.

Stefan Köster – Wer auf Bundesebene Geschäftsführer und Vorsitzender der NPD in Mecklenburg-Vorpommern werden will, muss sich schon etwas einfallen lassen, um die Mitbewerber auszustechen. Angriffe auf linke Demonstranten sind ein möglicher Weg in die Partei-Elite.
Schwere Körperverletzung gemeinsam mit Kameraden gegen eine wehrlose Frau ein anderes Mittel. Gut, sich dabei von einem Fernsehteam filmen zu lassen, ist schon ein Zeichen für … na ja, jedenfalls nicht für besondere Cleverness.

Peter Marx – der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen NPD weiß ganz genau, was man von jemandem wie ihm, dem Generalsekretär der Bundespartei, erwartet.

Und deshalb hat er sozusagen ein wenig beim Stimmenfang bei den Kommunalwahlen in Hessen im Jahre 1997 nachgeholfen.
Folge: Er wurde wegen Wahlbetrugs zu 160 Tagessätzen verurteilt. Wirklich geholfen hat ihm das jedoch nicht.
Bis heute halten sich parteiinterne Gerüchte, Marx sei ein Spitzel des Verfassungsschutzes. Wenigstens der Vorstand hält zu ihm.

Udo Voigt: Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Mann mit dem schneidigen Schnauz als Bundesvorsitzender der wichtigste Mann in der NPD. Eher geschmacklos denn kriminell.
Wirkliche Strafen wurden gegen Voigt bis dato nicht verhängt. Einzig eine viermonatige Bewährungsstrafe wurde wegen Volksverhetzung zunächst verhängt, später jedoch aufgehoben, weil der Prozess zulange dauerte.
Als Politologe weiß man scheinbar, wie weit man es treiben darf mit der deutschen Justiz.

Einer, der sich schleunigst etwas einfallen muss, ist wohl der Namensgeber der „Front Deutscher Äpfel“, Holger Apfel. Sonst droht der Abstieg in die C-Prominenz.
Der gebürtige Hildesheimer und stellvertretende Parteivorsitzende der sächsischen NPD-Fraktion bringt es bisher nur auf kaum erwähnenswerte Beschimpfungen gegen die Alliierten im Zusammenhang mit einer Debatte über den Zweiten Weltkrieg.
So wird da nichts mit einem Platz im Parteivorstand!

Auf den ersten Blick könnte man nun fast meinen, die aufgeführten Politiker können den Vertretern unserer etablierten Parteien gegenüber einen wesentlichen Vorteil haben:
Sie können wenigstens Erfahrungen mit dem deutschen Rechtsstaat – gar im doppelten Sinne – vorweisen und aus eigener Erfahrung sprechen. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass unsere ausländischen Bürger im Falle tatsächlicher Einzüge der Neonazis in die deutschen Landtage am Ende des Super-Wahljahres wohl freiwillig das Land verlassen werden.

Selbst wenn ihnen anderswo Mord und Totschlag drohen. dabei sollte schon der Gedanke, auf Pizza, Döner, Multikulti und Co verzichten zu müssen, selbst dem letzten Kostverächter statt eines unappetitlichen Brauntons eher die Schamesröte ins Gesicht treiben.

Matthias

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