Die Kunst der Wissenschaft – Ein Vorgeschmack auf die Ars Electronica 2011...

Die Kunst der Wissenschaft – Ein Vorgeschmack auf die Ars Electronica 2011 im Automobil Forum Berlin

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18.September 1979 – die digitale Revolution ist in vollem Gange. Computer werden immer wichtiger für den Alltag des Menschen, unsere Kommunikation als auch unsere Informations- und Wissensstrukturen verändern sich erheblich.

Zu eben dieser Zeit erblickt die Ars Electronica in Linz das erste Mal das Licht der Welt. Verantwortlich dafür sind der damalige Intendant des ORF-Landesstudios Oberösterreich Hannes Leopoldseder, Elektronikmusiker Hubert Bognermayer, Musikproduzent Ulrich Rützel und der Kybernetiker und Physiker Herbert W. Franke.

Klingt nach einer wilden Mischung, deren Zusammenhänge nicht sofort ersichtlich sind.

Heute gehört die Ars Electronica zu den wichtigsten, größten und bekanntesten Medienkunst- Technologie- und Gesellschaftsfestivals der Welt. Ihrem Leitmotiv, die Auswirkungen der digitalen Revolution zu untersuchen und zu hinterfragen, sind sie nach wie vor treu geblieben. Diese Thematik hat ja auch an Spannung und Brisanz eher zu- als abgenommen. Man denke an die vielen nicht vorhersehbaren Phänomene, die durch Soziale Netzwerke hervorgerufen werden, die Diskussion um die visuelle Planeten-Erschließung durch Google oder den veränderten Blick auf die Welt durch das Display eines Smartphones.

Wie jedes Jahr kommen in Linz Medienkünstler, wissenschaftliche Theoretiker, Technologen und Netzspezialisten zusammen, um sich gemeinsam mit den Besuchern mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen. Dieses Jahr ist es „Origin – wie alles beginnt“… Es wird um die Anfänge des Universums und der Welt gehen, daher soll überwiegend die Grundlagen- und Spitzenforschung im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich werden anhand von Einrichtungen wie dem CERN neue Arbeits-, Kunst- und Forschungsmodelle diskutiert. Es gibt Installationen, Symposien, Vorträge und Ausstellungen.


Aber keine Angst, man muss weder Nukleartechnik noch Quantenphysik oder Neurowissenschaften studiert haben, um dort Spaß zu haben. Ganz im Gegenteil, es geht bei der Ars Electronica nicht darum, sich in einem Elfenbeinturm zu treffen und abseits von allem über die Welt zu sprechen, sondern Erkenntnisse, Fragen und Experimente in den öffentlichen Raum, den Alltag und auch das Leben derer zu tragen, die ihr Leben vielleicht nicht der Forschung oder der Kunst gewidmet haben.

Die Ars Electronica 2011 findet vom 31.08. bis zum 06.09. in Linz statt.

 

Im Vorfeld können Arbeiten von Medienkünstlern der ganzen Welt in der Ausstellung „Ars Electronica – Wovon Maschinen träumen“ bewundert werden. Die Werke wurden neu kuratiert und in dieser Zusammenstellung noch nie präsentiert. Wer es also nicht nach Linz schafft, der kann ab dem 7. Juli bis zum 28. August im Automobil Forum Unter den Linden der Volkswagen AG in Berlin trotzdem ein wenig Zauber der Ars Electronica erleben. Bei der Eröffnung am 7. Juli werden der Kurator und sämtliche ausstellende Künstler vor Ort sein, um sich mit den Besuchern auszutauschen, Fragen zu beantworten und zu diskutieren.

Ars Electronica – Wovon Maschinen träumen“

7. Juli – 28. August 2011
Automobil Forum Unter den Linden
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10.00 – 20.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Mehr erfahrt ihr hier: http://new.aec.at

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