Die Entwicklung zum Zombie

Die Entwicklung zum Zombie

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SLEAZE.zombie-Jamie-TFünf Jahre mussten wir auf das neue Album von Jamie T. warten, nun erscheint „Carry on the Grudge“ und man lernt einen neuen, erwachseneren Jamie T. kennen. Die Singles „Zombie“ und „Don‘t You Find“ sind bereits zu hören. Während „Don‘t You Find“ ruhigere Töne anstrebt, was man in diesem Sinne von Jamie T. nicht unbedingt gewohnt ist, lehnt sich „Zombie“ eher schon an seine älteren Werke an.

Dennoch hört man, dass sich der Zombie weiterentwickelte und reifer klingt. Ernster irgendwie. Zum Glück entpuppt sich ab und zu aber dann doch der altbekannte Jamie. In den fünf Jahren nahm er sich Zeit für sich. Die Suche nach sich selbst, die Frage: „Wer bin ich eigentlich?“, trieb ihn in die USA. Er hat sich intensiv mit dem Songschreiben auseinandergesetzt und versucht, eine ganz andere Art des Schreibens zu entwickeln.

Alles in einem ist daraus ein Album entstanden, welches man so von Mr. T. nicht gerade erwartet hätte, mich jedoch positiv überraschte. Meine unglaublich riesige Vorfreude wurde nicht enttäuscht.

Es ist nun nicht mehr wirklich möglich, ihn mit den Streets oder Art Brut zu vergleichen, wie das vor fünf Jahren öfters geschah. Er hat sich verändert. Früher vereinte er Hip-Hop-Parts mit Ska- und Funk-Elementen plus die schrammelige Brit-Pop-/Indie-Gitarre. Jetzt wirkt das alles gediegener und ausgetüftelter.

Sein bisher größter Erfolg war sein zweites Album „Kings & Queens“, welches unter anderem seine bekannten Songs „Sticks“ und „Emilys Heart“ beinhaltet. Ob er das mit dem neuen Album toppen kann? Das weiß ich noch nicht, aber er ist und bleibt einer meiner wenigen „All-Time-Favourite-Künstler“.

Das Album tendiert meiner Meinung nach zwischen ernst-melancholisch und wild, Jamie-T.-typisch. Es gibt Momente in diesem Album, die zum schnulzigen Rumschluchzen (siehe „Murder of Crowns“ und „They Told Me It Rained“) oder auch zum Durchdrehen und wildem Rumhüpfen einladen, die dann doch irgendwie den jüngeren Jamie zum Vorschein bringt. ,

Ab dem 26.09. könnt ihr Jamies „Carry on the Grudge“ in den Plattenläden finden. Ein bisschen vermisst man das trotzige Gehabe der früheren Werke, doch es lohnt sich dem neuen Werk eine Chance zu geben und sich auf die ruhigere Seite Jamie T.’s einzulassen.

Ende Oktober ist Jamie T. auf UK-Tour, drei Termine für Deutschland sind seit heute bekannt:

21.11. Berlin / Postbahnhof
22.11. Hamburg / Mojo Club
24.11. Köln / Bürgerhaus Stollwerk

Ticket wie so häufit über www.eventim.de

Kathi

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