Día de Muertos – Picknick mit den Toten

Día de Muertos – Picknick mit den Toten

Klar, der 31.10. ist Jubel-äh-um-SLEAZE-Tag. Aber nicht nur. Da gibt es noch andere feierliche Tage wie Halloween und Día de Muertos. Halloween ist schon etws abgenudelt, aber der Tag der Toten...

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In vielen Ländern wird in der Zeit zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November verstorbener Freunde und Verwandten gedacht. Dabei werden völlig unterschiedliche Sitten und Bräuche praktiziert. Ein Allerseelen-Fest, das sich besonders von den Festtagen in anderen Ländern abhebt, ist das so genannte Día de Muertos in Mexico – auch bekannt als Día de los Difuntos. Übersetzt bedeutet Día de Muertos „Tag der Toten“.
Seitdem das Fest im Jahr 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt wurde, ist Día de Muertos Teil des Weltkulturerbes. Día de Muertos ist ebenso bizarr wie faszinierend. In den Wohnungen und auf fast allen Friedhöfen in Mexico werden bunte Altäre mit Blumen, Girlanden, Kerzen und farbigem Zuckerwerk geschmückt. Familien versammeln sich zu einem gemeinsamen Picknick an den Gräbern der verstorbenen Freunde und Verwandten, um gemeinsam zu speisen. Besonders populär sind die Totenschädelmasken, die sich die Feiernden auf ihre Gesichter malen. Die Feierlichkeiten auf der Insel Janitzio im Lago de Pátzcuaro, in Tzinzunzan (Michoacán), in Villa de Etla (Oaxaca), in Milpa Alta und vor allem in dem ca. 40 Kilometer von Mexiko-Stadt gelegenen Ort Mixquic locken jährlich Tausende von Besuchern an. Día de Muertos wird jedoch auch in anderen Ländern zelebriert.SLEAZE + Día de MuertosVon Mexiko City nach London

Die bunten Altäre und die Totenköpfe kann man nicht nur in Mexiko bestaunen. Das Totenfest ist nun auch in London und in anderen britischen Städten angekommen. Mexikaner machen zwar nur einen Bruchteil der britischen Bevölkerung aus, dennoch reisen jedes Jahr zahlreiche mexikanische Studenten nach London, um ihre Toten im Königreich zu ehren. Eine Verbindung zwischen Mexiko und dem UK hat es immer gegeben. In den letzten Jahren ist die Zahl an mexikanischen Restaurants im Königreich um 71 % gestiegen. Allein in den letzten zwei Jahren wurden zehn neue mexikanische Restaurants in London eröffnet.
Auch die Fluggesellschaften haben sich dieser transatlantischen Verbindung angepasst: Virgin Atlantic bietet schon seit einiger Zeit Direktflüge von Mexiko ins Vereinigte Königreich an. Seit eineinhalb Jahren hat auch British Airways wöchentlich drei bis vier Direktflüge zwischen Mexiko und der britischen Insel ins Angebot aufgenommen. Umgekehrt machen die Briten auch einen Großteil der Touristen in Mexiko aus. Sogar online macht sich die Verbindung zwischen den Briten und den Mexikanern bemerkbar. Britische Online-Spiele-Anbieter bieten darüber hinaus Spiele mit echtem mexikanischem Flair an, so z. B. der Videoslot Beautiful Bones, ein Microgaming-Slot, dessen Konzept auf der Idee von Día de Muertos basiert. Bei den hochauszahlenden Symbolen handelt es sich um Frauen und Männer in traditionell mexikanischer Kleidung. Jeder der Protagonisten ist mit der eindrucksvollen Totenschädelmaske geschminkt. Auch beim Scatter-Symbol handelt es sich um einen Totenkopf mit den traditionellen Elementen. „Zuckerschädel“ gewähren die Option, Freispiele zu starten oder weitere Schädel zu sammeln.

SLEAZE + Día de MuertosDía de Muertos vs. Halloween

Noch beliebter als in Großbritannien ist Día de Muertos nur in den USA. Steht das Fest zum Gedenken an die Toten dann nicht in Konkurrenz zu Halloween? Nein. Halloween wird zwar ebenfalls am 31. Oktober gefeiert, aber der Anlass ist jeweils ein völlig anderer: Während an Día de Muertos verstorbene Freunde und Verwandte gefeiert werden, geht es bei Halloween um die Wertschätzung des Jenseits und dem Überleben nach dem Tod.
Auch die Umsetzung der Feierlichkeiten ist unterschiedlich: An Día de Muertos besuchen die Feiernden Friedhöfe und legen Speisen in Form von Totenköpfen, Kerzen und Weihrauch auf den Altären ab. Oftmals wird auch ein Bild des Verstorbenen hinzugefügt. An Halloween werden hingegen sogenannte Jack o‘ Lanterns aus Kürbissen gebastelt und Häuser zu Gruselkabinetten umdekoriert.
Als Monster, Hexe oder Mumie verkleidet, gehen die Menschen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln („Trick or treat!“), während andere in ihren Horror-Kostümen Gruselpartys feiern.

Auch die traditionellen Speisen sind bei beiden Feierlichkeiten unterschiedlich: An Día de Muertos wird traditionell das Brot der Toten (sp. pan de muertos) in Totenkopfform serviert. Dazu gibt es das jeweilige Lieblingsgericht des Verstorbenen. An Halloween gibt es hingegen Kürbiskuchen, Süßigkeiten, die wie Spinnen oder abgeschnittene Finger aussehen, und auch Gebäck in angsteinflößender Optik. Día de Muertos hat seinen Ursprung im Christentum; Halloween seine Wurzeln sowohl im Christentum als auch im Heidentum, entwickelt sich jedoch immer mehr zum allgemeinen Spaßfestival. Jährlich feiern etwa 68,5 % der US-amerikanischen Bevölkerung Halloween und geben dafür bis zu 7,9 Milliarden Dollar aus; Día de Muertos wird hingegen nur von knapp einem Drittel der Bevölkerung zelebriert.

Liesel

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