Der Pott im Metal-Rausch

Der Pott im Metal-Rausch

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SLEAZE.Within Temptation.Rock im RevierNach dem Hin und Her im letzten Jahr zwischen Rock am Ring und Rock im Revier haben beide nun neue Austragungsorte gefunden. Das RiR – ehemals „Grüne Hölle Festival“ – zieht vom Nürburgring ins Ruhrgebiet. Als Veranstaltungsstätte haben die Veranstalter sich die Veltins-Arena in Gelsenkirchen ausgesucht, wo insgesamt bis zu 40.000 Zuschauer am Wochenende erwartet werden.

Die Auswahl an Bands, die in Gelsenkirchen den Besuchern präsentiert werden, sind eine Mischung aus lokalen und internationalen Bands. Insgesamt 63 Bands, die sich auf drei Bühnen verteilen. Highlight des ersten Tages ist die Heavy-Metal-Band Metallica, den Anfang macht Any Given Day auf der Bang Stage.

SLEAZE.Dir En Grey. Rock im RevierLeider ist das Gelände noch recht leer und füllt sich schleppend. Exodus, Hatebreed und Testament spielen auf der Big Stage in der Arena. Dort sieht es genauso trostlos aus. Erst als Within Temptation auf die Bühne kommen, zieht es die Besucher. Sängerin Sharon rockt richtig ab und nutzt die ganze Bühne, um eine gute Show zu bieten. Aber vor der „Boom Stage“ auf einem Parkplatz neben der Arena und vor der „Bang Stage“ in der nahen Emscher-Lippe-Halle verliert sich die – kleine – Menge und es ist schwer, dort begeisterte Rockfans zu finden. Meshuggah und Dir En Grey liefern zwar ebenfalls eine gute Show auf der Boom Stage ab. Sie haben aber das Nachsehen, da sich viele Festivalbesucher auf den Weg zur Big Stage machen, wo Faith No More und als krönender Abschluss Metallica spielen. Diese präsentieren kurz vor 23 Uhr ihre bekannten Klassiker wie z.B. „Nothing Else Matters“, die Metallica-Hymne schlechthin. Als sie sich nach zwei Stunden verabschieden, ist der Innenraum schon halb leer. Vermutlich wollten die Zuschauer noch rechtzeitig die Bahn oder den Shuttlebus erreichen, denn es ist mit knapp neun Kilometern noch ein langer Weg bis zum Campingplatz.

MSLEAZE.Eisbrecher. der Pott im Metal-Rauschuse und Limp Bizkit sind Samstag die Highlights. Aber auch Poets Of The Fall, Paradise Lost, Bonaparte, The Hives, BABYMETAL und Eisbrecher müssen sich nicht verstecken. Mein persönlicher Headliner des Abends waren Eisbrecher, die mit ihrem Frontmann Alex Wesselsky dem Publikum und ihren Fans mächtig eingeheizt haben. Alex bringt die Festivalgemeinde mit seiner freundlichen Art und seinem kraftvollem Gesang in Stimmung, die hier einen absoluten Höhepunkt erreicht.

Drei Tage Rock im Revier waren hart und laut. Einen fetten Ausklang gab’s am späten Sonntagabend noch einmal durch „KISS“ Mit einem pyrolastigen Auftritt der US-Rocker geht die erste Auflage von Rock im Revier in der Veltins-Arena Auf Schalke ihrem Ende entgegen.

SLEAZE.Big-Stage. der Pott im Metal-RauschGemeinsam mit den Schwesternfestivals Rockavaria in München und Rock in Vienna, bei denen dieselben Bands an anderen Tagen aufgetreten sind, sollen 120 .000 Tickets verkauft worden sein. Wenn die Zahlen annähernd stimmen, zeigt es, dass das Gesamtkonzept kein kompletter Fehlschlag gewesen ist. Festivals müssen wachsen, bis sie richtig groß sind. Und Rock im Revier hat das Potenzial dazu. Es war ein schöner Anfang für ein neues Festival, das es jetzt hoffentlich für einige Zeit geben wird. Nicht zu übersehen sind aber die Kinderkrankheiten, die das Festival plagten. Trotzdem: Das Lineup war wie die Bands selbst gut und die Musik hat Spaß gemacht. Nächstes Jahr kann es wirklich nur noch besser werden.

Daniel

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