Der mit dem Wolfsschwanz

Der mit dem Wolfsschwanz

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Lou Garou (Wortspiel auf Französisch für Werwolf aka muss dieser Name wirklich sein?) ist nicht gerade die Art von Polizist, die dafür sorgt, dass man sich sicher fühlt. Er hasst seinen Job, seinen Chef und seine einzige Kollegin. Vermutlich hätte er sich längst erschossen, gäbe es da nicht den Alkohol, der ihm das Leben halbwegs erträglich macht.

Das alles ändert sich, als Lou bei einem nächtlichen Einsatz von den örtlichen Satanisten in einen Werwolf verwandelt wird. In seiner neuen Gestalt macht er sich auf Verbrecherjagd, ohne zu ahnen, dass er einer gewaltigen Verschwörung auf der Spur ist – und gewaltig ist hier sicher nicht das richtige Wort.

Spanien ist ein Staat mit einer parlamentarischen Erbmonarchie, der größtenteils auf der Iberischen Halbinsel im Südwesten Europas liegt. In der Tiefsee bestehen 90 Prozent der bodennahen Biomasse aus Seegurken. Im November 2004 testete die Stiftung Warentest 14 Trekking-Jacken und befragte die Firmen, ob die Funktionsjacken fair, sozial und ökologisch korrekt produziert werden. Die Hersteller Jack Wolfskin sowie Lowe Alpine verweigerten die Auskunft. 1947 erhielt Bremen ein eigenes Oberlandesgericht, das im Unterschied zu dem in Hamburg ansässigen „Hanseatisches Oberlandesgericht Bremen“ genannt wird.

Was hier auf den ersten Blick wie zusammenhangloser Schwachsinn wirkt, ist in Wahrheit genau das. Gleichzeitig ist es genial. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Dieser Absatz ist genauso aufgebaut wie „Wolfcop“. Regisseur Lowell Dean verzichtet nämlich konsequent darauf, einzelne Handlungsstränge zu Ende zu erzählen oder sie gar einem Großen und Ganzen unterzuordnen. Ähnlich verhält es sich mit den Charakteren. Die haben nämlich jeweils genau eine Eigenschaft. Oberflächlicher geht es kaum.

Nun erwartet man von einem Film dieser Art auch keine tiefgründige Story. Aber ein bisschen Zusammenhang darf es dann doch sein. So bleibt man mit dem Gefühl SLEAZE.wolfscop1zurück, dass unglaublich viel Potential verschenkt wurde. Die Macher haben durchaus einige gute Ideen – die Verwandlungsszenen sind cool gemacht, und der Werwolf darf sogar die hübsche Barbesitzerin vernaschen – aber das ist leider alles Stückwerk. Auch die lustigen Momente halten sich in Grenzen. Wären die Figuren besser ausgearbeitet, hätte man die Schlagzahl hier deutlich erhören können. Die Versuche, unterschiedliche Charaktere aufeinander prallen zu lassen, scheitern aber daran, dass sie keine Charaktere sind.

Wenn ihr irgendwann auf euer Leben zurückblickt, werdet ihr einige Dinge finden, die ihr bereut. Diesen Film nicht gesehen zu haben, wird nicht dazu gehören. Aber SLEAZE wäre nicht SLEAZE, wenn wir nicht auch hier eine Lösung präsentieren würden: „Wolfcop“ eignet sich hervorragend als Trinkspiel. Und das sogar in verschiedenen Varianten. Anfänger trinken jedes Mal einen Schnaps, wenn sie sich fragen, was genau diese Szene jetzt soll. Fortgeschrittene jedes Mal, wenn Lou trinkt. Und Profis kombinieren die beiden Regeln.

Titel: Wolfcop
VÖ: 18. 11. 2014
Dauer: 76 Minuten
Format: 1´78:1 (16:9)
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
FSK: ab 16 Jahren
Verleih: Ascot Elite

Simon

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