Der Glücksspender

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SLEAZE + KIA Stinger
Geile Farbe wie aus dem Tuschkasten

Emotionen. Wenn diese ins Spiel kommen, geht es oft hoch her. Gerade beim hierzulande so wichtigen Thema / Statussymbol Auto. Und auch wenn die männliche(re)n Vertreter des Homo Sapiens sich eher als rational sehen und offiziell auf den Verbrauch und die Leistung schielen – so eine Karre sieht einfach weniger geil aus, wenn sie in mausgrau oder beige angeboten wird. Und nein, Autofarben sind – genauso wie die Verhütung nebenbei – nicht nur Frauensache.

Aber wir wollen nicht von der Spur abkommen. Der südkoreanische Autobauer KIA hat sein wahrscheinlich erstes richtiges Spaßmobil geschaffen. Ich habe seit unseren vielen Snowboard-Trips in einem KIA Picanto (ja genau, dieser Kleinwagen. Ich sage nur: Gepäck-Tetris!) positives Verhältnis zu der Automarke. Aber das Design und das gesamte Image haben mich nicht so stark angesprochen, dass die Marke jetzt als Erstes aufspringt, wenn ich über einen Autokauf nachdenke (was ich aktuell sehr aktiv tue).

Gerade das mit dem Image scheint nun auch den Chefs von KIA bewusst geworden zu sein. Um neue Zielgruppen zu gewinnen und überhaupt das Image zu polieren, wurde mit dem KIA Stinger ein Wagen geschaffen, der sowohl sportlichere Fahrer als auch urbane Menschen, die wir mal in der Schublade Lifestyle parken, ansprechen soll.

Dafür ist KIA auch eine Koop mit Sony Music eingegangen und hat die DJ-Ikone Paul van Dyk als Testimonial gewinnen können. Die Veröffentlichung seines neuen Albums From Then On wird verknüpft mit der Markteinführung des Stinger. Mehr und neue Leute werden so auf das Album und auf den Wagen aufmerksam. Das ist jetzt nicht gerade die Neuerfindung des Rads / Autos, aber die Strategie kann trotzdem aufgehen.

Zum einen, weil Pauls Musik einfach sehr gut passt zu sportlichem Tempo auf der Autobahn mit einem ordentlichen Soundsystem (was der Stinger übrigens auch hat). Und zum anderen, weil KIA überraschenderweise einen attraktiven und sehr sportlichen Wagen abliefert, den man eher bei BMW als bei den Südkoreanern vermuten würde.

SLEAZE + KIA Stinger
Diese Karosse sieht vertraut aus.

Nun sieht der Wagen zugegebenermaßen auch ein wenig aus wie ein BMW. Aber trotzdem: Die Gesamtoptik mit den schicken Lufteinlässen auf der Motorhaube und an der Seite (genauer: im Frontstoßfänger) ist einfach wunderschön. Der Verbrauch ist mit über 13 Litern noch etwas hoch, aber dafür kann sich das Interieur sehen und hören lassen: 370 PS (in der GT-Variante), angenehm überschaubares Display plus einem ordentlichen Infotainment-System. Nur den Blick in den Rückspiegel hätten sie etwas großzügiger zulassen können. Das Coupé schränkt mit seinem hinteren Aufbau die Sicht etwas ein. Ansonsten: Saubere Arbeit, KIA!

Ein KIA-Mitarbeiter meinte bei den Testfahrten auf Mallorca, dass wir uns auf weitere interessante Wagen nächstes Jahr freuen können. Wir sind gespannt, ob das KIA ernst meint mit seiner Image-Kampagne.

danilo

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