An den Spionagel gehängt

An den Spionagel gehängt

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Die Touristen drängen wieder zu den bekannten Plätzen. Ein Highlight liegt abseits dieses Menschenstroms, ist dank der recht…losen NSA und des ehrwürdigen Edward Snowden aber eine Kunstgalerie der besonderen Art.SLEAZE.teufelsberg2014.5

Jetzt, wo das Wetter besser wird, kommen sie wieder. Eine der wenigen richtigen Einnahmequellen Berlins. Sie heißen Touristen. Endlich wieder frische Devisen für den mit 70 Milliarden verschuldeten Stadtstaat.
Die meisten Besucher schieben sich durch die Berliner „Five Boroughs“ (nach aktuellem Coolheitsfaktor sortiert): 1. Kreuzberg, 2. Friedrichshain, 2. Neukölln, 4. Mitte, 5. Prenzlauer Berg und wundern sich (wie auch Leute, die hier schon etwas länger leben), dass sie den alten Grundschulkumpel aus der eigenen Kleinstadt in dieser Metropole treffen. Eigentlich nicht sooo verwunderlich, wenn man sich in der beliebtesten Stadt Europas in einem Radius aufhält, der ungefähr so groß ist wie die Kleinstadt, der sie entflohen.
Dass es in den anderen 18 Bezirken (Das ist die alte Rechnung bis zum Jahr 2000, die oben genannten sind ganz spießig betrachtet nur Teilbezirke.) auch einiges Sehenswertes gibt, beweist sehr schön ein abgefucktes Gebäude auf einem Hügel in einem Wäldchen. Das Wäldchen nennt sich Grunewald und beherbergt Menschen wie Joschka Fischer. Ein anderer Bewohner soll vor 15 – 20 Jahren der „Kilo-Mann“ sein, der mit einem schweren Gewicht an seinem Schwanz befestigt in dem Wäldchen gelebt haben soll. Aber das klang immer wie einer der vielen Urban Legends.
Der Hügel ist der Teufelsberg, Berlins „Teppich“ für die Trümmer des zweiten Weltkrieges. Auf diesen Resten haben ironischerweise die USA eine Abhörstation errichtet. Wie man lesen konnte, haben sie inzwischen eine besser positionierte am Brandenburger Tor.
Jedenfalls steht das Gebäude jetzt leer und wurde von Draußenkünstlern ganz im Sinne der Berliner Mauer optimiert – mit toller, abwechslungsreicher Kunst. Ursprünglich war das Ganze als ein Festival namens Artbase geplant, wurde aber von den Behörden dann doch nicht genehmigt. Die Kunstwerke durten bleiben und sind ein sehenswertes Highlight abseits Berghain und Hackescher Markt.

Wir haben mit Canon vor Ort ihre neue EOS 1200D getestet, mit der auch alle Bilder hier entstanden sind. Unsere Bildergalerie gibt dir einen Einblick über Location und Kunst, man sollte das Ganze aber am besten selbst erleben. Mehr Infos zu Führungs- und Eintrittspreisen hier.

danilo

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