Das war scheen… Deichbrand ’17

Das war scheen… Deichbrand ’17

Bevor es zu einem der größten Metalfestivals der Welt geht, habe ich die Gegend an der Nordseeküste schon mal vorab auf Musikwochenendtauglichkeit getestet. Der Hauptprotagonist in dieser Lovestory der ganz besonderen Art hört auf den wundervollen Namen Deichbrand. Ob das Deichbrand '17 das halten konnte, was das Line-Up versprochen hat oder doch alles nur in monsunartigen Regengüssen ins (Deich-)Wasser gefallen ist? Du und ich, wir werden es gleich erfahren...

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Das Deichbrand ’17 wartete dieses Jahr mit Bands und Künstlern wie Marteria, Kraftklub, Placebo, Broilers und Billy Talent auf. Eine ganze Latte musikalische Schwergewichte also. Dazu gab es noch unzählige „kleinere“ Gruppen und Künstler zu bestaunen, deren Fanbase noch nicht ganz an die Größe der Einwohnerzahl Jakartas rankommen.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder ich reihe dir hier grob 2.000 Worte aneinander, damit du als interessierter Leser einen peripheren Eindruck davon erhältst, was auf dem Seeflughafen Cuxhaven/ Nordholz am vergangenen Wochenende so Phase war. ODER aber ich schreibe dir einen Beitrag, der mehr Bilder als Worte enthält, um dir visuell-ansprechend die Nordseeküste in dein Wohnzimmer / in die Uni / auf die Arbeit zu hiefen. Wo auch immer du eben auf die Idee kommst, deinem Browser sleazemag.de unter die Nase zu (sch)reiben.

Da der Vorbericht nun bereits mit einem Gedicht von Michael Dahm eingeläutet wurde, bleibt dir jetzt deshalb ein solch (oder ein ähnliches) lyrisches Intermezzo erspart. Dafür bekommst du reichlich Fotos, Impressionen und sonstige Ansichten präsentiert, zu denen du dir kreativ-angefixt deine eigene Ode zusammendichten kannst.
Schließlich bin ich auch ein Fan von Momentaufnahmen kunterbuntester Natur und deshalb jetzt v
iel Spaß bei diesem bildintensiven Festivalnachbericht zum Deichbrand ’17.

Es geit los!
Das „Deich“brand hielt, was es versprach. Auch auf dem Campingplatz.


Da ich noch nie da gewesen bin, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Nach einer sehr entspannten Fahrt Richtung Nordsee stand ich am Freitagnachmittag gegen 15:00 Uhr zum ersten Mal auf dem Stück Erde, welches für die nächsten zwei Nächte mein Zuhause darstellen sollte. Das Wetter war dabei schon fast zu schön, um wahr zu sein. Auch wenn man an einigen verschlammten Wasserstellen erkennen konnte, dass hier vor Kurzem ordentlich der Himmel aufgegangen sein muss. Die Bildbeweise dazu folgen natürlich umgehendst:

Sonne satt zum Freitagnachmittag
Das erste Mal Festivalgeländeluft schnuppern

Kurz darauf ging es auch direkt zum Festivalgelände, da das Freitagsprogramm bereits in vollem Gange war. Das erste Bild, was sich meinen Äuglein erschloss, waren viele Menschen und ein Riesenrad. Und das bei schönstem Sonnenschein und mit der Musik von Frieda Gold unterlegt. Gut, die musikalische Gesamtsituation sollte sich glücklicherweise im Laufe des Wochenendes noch verbessern…höhö. Ausgesehen hat das Ganze ungefähr so:

Sonnenschein, viele Menschen und ein Riesenrad – der Anfang war gemacht

Nach einer kurzen Orientierungsphase (Wo gibt es was zu essen, zu trinken und wo sind die Pipi-Häuschen?) ging es für mich direkt an die Fire Stage, da auf dieser gleich die Running Order-Kollegen von Fräulein Gold auf der Bühne stehen sollten: In Extremo. Das taten sie dann auch! Die Männer im mittleren Alter rockten bei schönstem Wetter souverän ihr Mittelalterset herunter. Von etwas weiter weg betrachtet machte das ganze Geschehen auf die Besucher folgenden Eindruck:

In Extremo auf der Deichbrand Fire Stage

Daraufhin ging es für mich rüber in das Palastzelt. Da spielte zu diesem Zeitpunkt Dellé. Es war unübersehbar, dass ich nicht der Einzige gewesen bin, der der Stimme des deutschen Reggae-Musikers lauschen wollte. Einen der Frontmänner von Seeed sieht man ja nun auch nicht alle Tage allein auf einer Bühne stehen.

Das Zelt hat er auf jeden Fall ordentlich zum Leuchten gebracht – Dellé im „Palast“ unter den Deichbrandbühnen.

Direkt darauf folgten auf der Water Stage die Jungs von Feine Sahne Fischfilet. Ich hatte die Kombo bis dato noch nie live erleben können, weshalb ich sehr auf diesen Auftritt – welcher sich lohnen sollte – gespannt gewesen bin. Die Jungs um Jan „Monchi“ Gorkow haben ordentlich Alarm gemacht. Der Sänger packte zwischendurch neben seiner Plauze auch eine grünen Rauchtopf aus, weil ihm die Nebelmaschinen auf der Bühne ganz offensichtlich nicht ausreichten. Zwischendurch wurde zudem der Zusammenhalt des Publikums unter Zuhilfenahme von Bananenschlauchbooten auf die Probe gestellt. Fazit: Die Deichbrandcrowd steht zusammen. Auch wenn körperliche Arbeit auf der Setlist steht…

…da freut sich aber einer, dass er auch mal ´n Platz an der Sonne abbekommen hat.

Okay, soweit so gut. Um das Ganze hier abzukürzen – da ich am Deichbrandwochenende glatt 25 Bands gesehen und fotografiert habe, gibt es hier mal eben eine kleine Galerie. Das drückt die Stimmung auf der Bühne eh besser aus, als ich es je mit Worten tun könnte. 😉

Viel Spaß beim Durchklicken!

Hast du genug sehenswerte Antlitze der Deichbrand-Musiker und -Rinnen bestaunen können? Ich hoffe doch. Bilder sagen nun mal bekanntlich mehr als Worte. Und deshalb geht es auch direkt weiter damit. Was soll ich hier groß um den heißen Brei reden? Denk dir lieber selbst ein paar bedeutungsschwangere Wortphrasen zu den Impressionen aus, welche ich abseits der Bühnen eingefangen habe…. 😀

Und damit soll es das auch schon wieder gewesen sein. Ein Festivalbericht der etwas anderen Art. Hier wurde nicht viel geschrieben, dafür umso mehr geknipst. Ohne Rücksicht auf Verluste wurden die herrschenden Zustände aufgezeigt. So wie du das eben von SLEAZE gewohnt bist.
Obwohl, einen Punkt könnte ich ja nun noch ausformulieren, und das ist das Fazit:

Liebes Deichbrand, wenn du nicht so weit von der Hauptstadt entfernt liegen und dich Genre-technisch etwas mehr in Richtung quietschende Gitarren und drückende Blastbeats bewegen würdest, würde ich glattweg sofort mein Ticket für 2018 lösen. So wird es höchstwahrscheinlich bei diesem einen Besuch bleiben, bei welchem du mich allerdings sehr von dir überzeugt hast. Die Organisation, die sanitären Anlagen, die trotz der 55.000 Menschen überschaubare Größe, das Wetter, welches hingegen aller Prognosen eher drei sonnigen Tagen am Strand von Barcelona als an der rauen Nordsee ähnelten – alles Punkte, die mich sehr von dir begeistert haben. Hut ab, der Norden kann das mit den Festivals. Mal schauen, ob das dein (vermutlich) etwas lauterer Nachbar aus dem kleinen Dörfchen Wacken in 1 1/2 Wochen genauso souverän über und auf die Bühne bringt. Ich bin gespannt und verbleibe zutiefst frohgestimmt mit den freundlichsten Grüßen. <3

Axel

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