Das Individuell-Duell…

Das Individuell-Duell…

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SLEAZE + Individuell

Die Welt ist bunt und jeder Mensch individuell… Doch trotz unserer Unterschiede haben wir mehr miteinander gemeinsam, als wir denken – auch wenn SLEAZE-Leser öfter mal anders von sich denken.SLEAZE + Individuell

Dies trifft besonders auf unsere Körpermerkmale, unseren IQ und unsere allgemeinen menschlichen Bedürfnisse zu. Die meisten von uns befinden sich im mittleren Durchschnitt oder bewegen sich knapp darüber oder darunter.

Umso spannender (und manchmal verstörender) ist es, auf Menschen zu treffen, die sich völlig von der Masse abheben. Bei manchen resultiert die Individualität aus einer Laune der Natur, während andere dem tiefen Verlangen nachgehen, anders sein zu wollen. Na, klingt vertraut?

Lucky Diamond Rich

Während sichtbare Tattoos auf dem Körper zu tragen früher besonders am Arbeitsplatz ein absolutes Tabu war, ist der individuelle Körperschmuck heutzutage mehr oder weniger Standard. Beliebte – und sehr langweilige – Motive wie Anker, Sterne, Schwalben und Federn erblickt man also überall, sobald die ersten Sonnenstrahlen das T-Shirt-Wetter einläuten.

Ein Mann, der von Tattoos gar nicht genug kriegen kann, ist der Neuseeländer Lucky Diamond Rich (Geburtsname: Gregory Paul McLaren). Der 1971 geborene Exzentriker gilt als die „meist tätowierte Person der Welt“. Und das will schon was heißen bei den vielen menschlichen Litfaßsäulen auf der Welt.

Seit 2006 steht Lucky sogar im Guinness Buch der Rekorde, da 100% seiner Hautoberfläche mit Farbe versehen ist. Ja, richtig gelesen! Mehr geht nicht. An manchen Körperstellen trägt der bläulich erscheinende Mann sogar bis zu sechs verschiedene Farbpigmentschichten. Für alle, die sich gerne tätowieren lassen, aber nicht festlegen wollen, gibt es mittlerweile ansprechende Motive in Form von temporären Klebe-„Tattoos“.

Lawrence Kim Peek

Der sogenannte “Mega-Savant” Kim Peek aus Salt Lake City, Utah, galt einst als einer der herausragendsten Inselbegabten der Welt. Das in 2009 verstorbene amerikanische Genie diente sogar als Inspiration für den Film “Rain Man”: Der Savant Raymond Babitt (gespielt von Dustin Hoffman) demonstriert hier seine übernatürlichen Fähigkeiten unter anderem in einem Casino, als er Black Jack spielt. Dank seines guten Gedächtnisses, kann er die strategische Herausforderung ohne Weiteres beherrschen.

Auch Kim Peek hatte ein außergewöhnliches Erinnerungsvermögen. Schon im jungen Alter von 16 Monaten fing er an zu lesen und konnte mit vier Jahren ganze Lexikon-Bände zitieren. Später kannte er den Inhalt von 12.000 Büchern bis auf kleinste Details auswendig. Dabei beschränkte er sich vornehmlich auf Sachbücher, da er sich nur für Daten und Fakten interessierte. Auch beherrschte er die Fähigkeit des Kalenderrechnens und konnte Busverbindungen und komplexe Straßennetze wie im Schlaf wiedergeben. Manchmal ganz praktisch!

Carol Ann Yager

Die im Jahr 1960 geborene Amerikanerin aus Michigan starb im jungen Alter von 34 Jahren und ist bis heute die schwerste Frau, die jemals gelebt hat. Carol trug bei einer Größe von 1,70 m rund 540 kg an ihrem Körper und lag bereits in einem Krankenbett, als ihre Nieren plötzlich versagten.

Und bevor jetzt jemand „selbst schuld“ denkt: Carol entwickelte eine Essstörung aufgrund ihrer traumatischen Vergangenheit. Es ist schon verrückt, dass andere Menschen so ätzend sind und man sich selbst dann noch so bestraft. Aber das lag wohl an der – kurzfristigen – Belohnung des Essgenusses.

Leider konnte sie im Laufe der Jahre trotz der professionellen Hilfe berühmter amerikanischer Ernährungs-Gurus diese Störung nicht in den Griff bekommen. Wie viele andere Menschen, die so stark an Adipositas leiden, war auch Carol nicht in der Lage, alleine zu stehen oder zu gehen, da ihre Muskeln ihr Gewicht nicht mehr tragen konnten.

Musste die Frau durch einen Noteinsatz ins Krankenhaus gebracht werden, war die Unterstützung von bis zu 20 Feuerwehrmännern erforderlich. Das traurige Schicksal von Carol tauchte damals immer wieder in der amerikanischen Sensationspresse auf, worunter die Amerikanerin sehr zu leiden hatte.

Robert Pershing Wadlow

Fast jeder hat schon einmal von ihm gehört. Der größte Mann in der Medizingeschichte, Robert Pershing Wadlow, ragte den meisten Menschen mindestens einen Meter über den Kopf. Der 2,72 Meter große Amerikaner kam 1918 in Illinois zur Welt und hatte einen Tumor in seinem Körper, der extrem große Mengen an Wachstumshormonen ausschüttete.

Das rasante Wachstum blieb jedoch nicht ohne gesundheitliche Folgen: Schon früh waren seine Knochen so stark geschädigt, dass er Beinschienen als Gehhilfe tragen musste. Mit einer Fußlänge von 47 Zentimetern trug er nach Maß angefertigte Schuhe, die der heutigen Größe 76 entsprechen.SLEAZE + Individuell

Durch sein beeindruckendes Erscheinungsbild wurde Robert schnell zu einer bekannten Persönlichkeit und bereiste die USA, indem er sich einem Zirkus anschloss. Leider starb der „menschliche Riese“ bereits im Alter von 22 Jahren an den Folgen einer Knöchelinfektion.

Es gibt natürlich noch zig weitere Fälle. Aber wer möchte schon so einen großen Penis (in sich) haben, dass man mit dem keinen anständigen Sex mehr betreiben kann?

Was schließen wir daraus? Auch wenn in unserer heutigen Zeit das Individualität und leider auch Egoismus immer salonfähiger werden – zu viel davon kann auch gehörig nach hinten losgehen. Also immer schön selektiv individuell bleiben!

Jens

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