Corona: Der Mensch hat das Sterben verlernt.

Corona: Der Mensch hat das Sterben verlernt.

Achtung, dieser Text enthält empfindliche Wahrheiten. Für Leute, die gern Sachen verdrängen und ihr Leben “ungestört” wie bisher leben wollen, ist dieser Text nicht geeignet. Und ich bitte schon jetzt eventuelle Ausschweifungen zu entschuldigen. Es ist ein üppiges Thema. :)

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Ich habe lange überlegt, ob ich etwas zu Covid-19 veröffentlichen soll. Das endlose Gerede über Corona – oder, in meiner Sprechweise: Corinna – ist wie immer bei Überthemen ja mehr als nervig.
Da nun aber leider auch so viel dummes Zeug geredet wird (nein, ich rede nicht von den ausgeleierten Aluhut-Modellen Xavier und Attila), versuche ich mal, eine etwas andere Sicht der Dinge zu zeigen.
Denn damit haben die beiden Alus natürlich recht: Es wird nicht über alles Aspekte mancher Themen geredet. Aber höchstwahrscheinlich aus anderen Gründen als wegen einer neuen Weltordnung.

Zwei links, zwei rechts, eine fallen lassen

Der Mensch ist einfach gestrickt. Und auch wenn er sich als die Krone der Schöpfung sieht, stellt er sich brav hinten beim Büffet an, anstatt einfach von der anderen, leeren Seite ranzugehen. Das Gleiche kennt jeder Autofahrer. Linke Spur voll, rechte Spur leer. Usw. usf…

So ist es natürlich auch bei Corona. Da tragen die Menschen brav ihre Masken und balsamieren sich mit Desinfektionsmittel, aber trotz des 1,5 Meter Abstands muss der Warentrenner an der Kasse sein. Das ist einfach so erlernt. Wo kämen wir denn auch ohne Ordnung hin?

Auf zum Maskenball

Masken sollen schützen helfen. Je nach getragener Technik sich selbst, andere – in jedem Fall helfen sie zumindest diesem kleinen Teil der Maskenproduktionswirtschaft.
Dazu sollen Masken auch eine Form der Höflichkeit sein. Man trägt sie, um andere von den eigenen bösen Elementen im Körper – wortwörtlich – ein Stück weit zu schützen.SLEAZE + Corona
So weit, so edel. Nur ist das Ganze so unpräzise wie beim Thema Gleichberechtigung. Da denken auch die meisten, die ganz richtig für mehr Frauenrechte kämpfen, nicht an die vielen Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann definieren.
Dann müssten die vielen Politiker und andere, die an die Macht des Wortes glauben, nämlich so etwas Handliches sagen wie “Die Bürgerinnern und Bürger und Diverse…”. Oder “Die Polizistinnen, Polizisten und sonstige Geschlechter…”
Gerade bei einem Thema, dem Sprache so wichtig ist, müsste also vieles präziser formuliert werden.
Es müsste dann auch eine dritte Toilettenkategorie geben, Tinder & Co. müssten mehr als Männchen- und Weibchen-Kategorien haben usw.

Ähnlich ist es bei den Masken. Denn auch da geht es nicht darum, dass sie allgemein schützen sollen oder sogar eine konkrete Höflichkeit sind. Was meine ich damit?
Nun, dank unseres Lebensstils missachten wir diesen Schutz und diese Höflichkeit seit Jahren. Wenn wir SUV fahren und Kurzttrips mit dem Flieger machen, dann war uns das immer latte, dass dadurch andere Menschen in ihrem Lebensstil bedroht werden.
Und wenn man für 1,99 zehn Kilo Fleisch kaufen möchte, dann werden die Tiere wohl nicht gut behandelt worden sein, die dafür geopfert wurden. So ist es also ein bisschen wie mit den Restaurantbesuchern, die sich über den Menschen echauffieren, der vor dem Lokal seinen Hund schlägt, während sie auf ihren Tellern kiloweise die gequälten Tiere liegen haben, deren Leid ihnen völlig schnuppe ist.

Noch witziger wird es, wenn man schaut, wo das Virus diesmal herkommt. Asien (womit, wenn wir präzise bleiben wollen, eigentlich nur Fernost gemeint ist) wird immer als vorbildlich beim Maskentragen genannt. Es sei eine Form des Respekts.
Dabei wäre es viel besser, wenn man diesen Respekt mal gegenüber den anderen Tieren hätte und sie nicht auf fiesen Märkten kauft und futtert oder schreddert, weil sie angeblich ihre Potenz steigern (was allein schon so traurig nach wenig menschlichem Selbstbewusstsein klingt).

ABER… dazu gehört eine weitere Wahrheit, die der arrogante Mensch nicht akzeptieren will. Der Mensch ist ein Tier.
Es gibt in der Biologie Tiere und Pflanzen. Punkt. Darum können die Viren von Zika, Schweine- und Vogelgrippe bis zu Mers und Sars und natürlich unsere aktuelle Corinna-Variante überhaupt erst auf den Menschen überspringen. Auch Pflanzen haben Viren, aber es ist bisher noch nicht bekannt, dass uns ein Baum oder ein Strauch angesteckt haben.
Und wie man an den letzten Hamsterkäufen und den Menschen, die ALLEIN im Auto sitzend Handschuhe und Maske tragen, sehr gut erkennen kann, ist der Mensch weit davon entfernt, etwas anderes als ein Tier zu sein. (Das hätte man auch schon vorher erkennen können. Man muss nur hin und wieder Nachrichten schauen.)

Als zweiter wichtiger Punkt wäre es auch voll respektvoll, wenn man sich nicht so krass vermehrt, dass wir 2080 zehn Milliarden Menschen auf dem Planeten haben.
Und dazu ziehen auch alle noch in die immer dichter werdenden Städte. Ohne diesen Boost hätte so ein Virus gar nicht so eine Chance, wie man ja an entlegenen Gebieten auf der Erde gerade schön sehen kann. Aber das wäre ja zu viel der Höflichkeit, oder?

Voll voll hier, ey!

Überbevölkerung ist das eigentliche Schlüsselwort, was aber kaum einer wagt, in den Mund zu nehmen (einer der Wenigen ist Johannes Vogel vom Museum für Naturkunde in Berlin). Vielleicht erscheint das den meisten zu pietätlos oder so.
Nur, das Problem verschwindet nicht, wenn man auf Vogel Strauss macht. Im Gegenteil. Das Problem nimmt immer mehr zu.
1930 gab es zwei Milliarden Menschen auf diesem Planeten, 90 Jahre später, also heute!, sind es sieben Milliarden! 40 % der nicht gefrorenen Erde werden genutzt, um Futter für eine Tierart zu produzieren: den Menschen.
Dafür wird alles andere plattgemacht: andere Tiere, Regenwald, Flüsse usw. Und dann gibt es ja noch die Orte, wo diese ganzen Menschen leben müssen…

Also, was heißt das? Zusammengefasst das, was schon 1992! auf der ersten UN-Konferenz (auch bekannt als Erdgipfel) zu dem Thema gesagt wurde:

“Entweder wir reduzieren die Weltbevölkerung freiwillig, oder die Natur wird es für uns tun, aber auf brutale Weise.”
Maurice Strong, Generalsekretär des Erdgipfels

Tja, hat bisher nix gebracht. Wie wenig, sieht man noch heute, sei es am mickrigen Pariser Abkommen oder dass Lufthansa wahrscheinlich einen Milliardenkredit bekommt ohne Umweltauflagen. Ähnlich intelligent hat man sich zur Immobilienkrise verhalten, als die EU Staaten wie Irland mit Milliarden unterstützte, die aber dafür noch nicht einmal ihre Steuerschlupflöcher schließen mussten. Läuft, sag ich da mal!

Trotzdem bleibt die weitere unangenehme Wahrheit: Der Klimawandel ist eine natürliche Folge der Überbevölkerung. Würde es nur 100.000 Menschen geben, könnten die alle 400 Tage im Jahr SUV fahren und Vielflieger sein. Das könnte das Klima verkraften. Aber so…

Deshalb haben die tollen Fridays for Future gleich doppelt recht mit dem Hinweis, dass die Alten Mist bauten: zum einen, weil die Alten jahrzehntelang den Umweltschutz ignorierten (übrigens genauso wie die Flüchtlings- und so einigen anderen Krisen). Aber auch in einem zweiten Punkt, der FFF selbst nicht wirklich bewusst ist oder den sie zumindest nicht thematisieren: die Alten haben zu viel Nachwuchs gezeugt. 
Es müsste also viel weniger Jugendliche geben, damit die anderen Lebewesen wieder mehr Platz finden. Ganz makaber gesehen wäre es daher besser, wenn Corona sich mehr um die Jugendlichen und nicht um die Schwachen und Alten kümmerte – auch unter dem Aspekt, weil viele der Jugendlichen wahrscheinlich später selbst Nachwuchs bekommen.

Wo wir schon dabei sind…

SLEAZE + Corona
Mehr als lesenswert!

…können wir ja auch noch mal richtig schmerzhaft auf die Zahlen schauen. Es gibt seriöse Forscher wie Paul und Anne Ehrlich sowie Gretchen Daily, die ausgerechnet haben, wie viele Menschen die Erde bei einem angemessenen Leben (heißt, weniger als wir in Westeuropa es tun und noch viel weniger als die USA – aber dennoch lebenswert und mit Annehmlichkeiten wie Heizung usw.).
Auf diese Zahlen haben die Forscher der kalifornischen Uni Berkeley noch ein deutliches Plus gelegt, um möglichst viel Spielraum zu lassen. Sie kommen je nach Gewichtung auf 1,5 bis 2 Milliarden Menschen.
Dann ginge es allen Menschen gut, medizinische Versorgung wäre gewährleistet, es wäre ausreichend Futter an allen Orten, wo die Menschen sie auch brauchen – aber es wäre auch genug Platz für die restliche Flora und Fauna.

Und für alle, die den Menschen für wichtig halten: Das Problem ist halt auch, dass wir irgendwann eine Spezies zerstören, die für uns überlebenswichtig ist.
Ein Beispiel: Durch den Klimawandel kann der Borkenkäfer sich gut ausbreiten und Bäume töten. Gibt es solche Bedingungen nun für solche Käfer weltweit und die killen noch mehr Wälder als der Mensch selbst schon, dann stirbt irgendwann die Weltlunge.
Abgesehen davon, dass die toten Bäume das aus der Luft gefilterte, schädliche Co2 wieder in die Luft abgeben, fehlt auch der von Bäumen abgegebene Sauerstoff. Die Folge: Irgendwann alle Tiere tot, einschließlich Mensch.
Heißt übersetzt: Wir sind wie der Borkenkäfer. Werden wir zu viele, sägen wir uns wortwörtlich selbst den Ast ab, auf dem wir sitzen.

Verdammt! Was nun!?

Aus diesen Grund war die chinesische Idee der Ein-Kind-Politik so richtig. Und aus dem Grund ist es so falsch, jede Korrektur der Natur, den Menschen zu dezimieren, im Keim zu ersticken.
Wenn man sich dann anschaut, dass Forscher versuchen, Krebs zu heilen, was hätte das für Folgen? Richtig, noch mehr Menschen, die noch älter werden.
Aber abgesehen davon, dass der Mensch selten so schlau ist, von gefährlichen Sachen die Finger zu lassen (es wird auch schon länger wieder über ein Atomwaffen-Aufrüsten nachgedacht) und deshalb natürlich versucht, möglichst viel über die menschlichen Gene zu erfahren, ist die knifflige Frage also: Wo zieht man die Grenze?
Das kann ich natürlich auch nicht beantworten, aber ich kann an einem weiteren Gedankenspiel deutlich machen, was passiert, wenn wir so dumm weitermachen.
Früher wurde der Mensch im Durchschnitt 40 Jahre alt. Dazu starben sehr viele Babys bereits im ersten Jahr. Das hielt die Kurve flach, wie man in Corona-Zeiten ja so schön sagt.
Wie sieht das nun aus, wenn jeder der sieben Milliarden im Schnitt 100 Jahre alt wird und nicht wie letztes Jahr gute sieben Monate braucht, bis sie das Öko-Budget fürs ganze Jahr ausgeben hat, sondern nur noch drei Monate?
Gehen wir noch einen Schritt weiter. Was passiert, wenn wir wirklich unsere Gene so verändern können, dass wir gar nicht mehr sterben? Gibt es dann ein Losverfahren, wer wann sterben muss? Oder werden einfach keine neuen Kinder mehr geboren und der Austausch der Menschheit stoppt?
Irgendwie klingt das alles nicht gerade clever. Wenn ein Heuschreckenschwarm aggressiv wird und weite Teile Land verwüstet, dann sieht der Mensch das als Plage und würde die Tiere am liebsten elegant beseitigen. Aber folgt man der Analogie und schaut, was wir mit der Erde machen – was würde wohl ein anderes Wesen mit uns machen, wenn es könnte?

Fazit: Es wäre gut, wenn der Mensch zur Besinnung käme und aufhört, sich so benehmen, als gehöre ihm die Natur und er könne ewig so weitermachen. Da er das nicht schnell genug verstehen wird, wäre es vielleicht gut, wenn es mal wieder so etwas wie eine Spanische Grippe oder die Pest gäbe.SLEAZE + Corona

Noch besser wäre eine deutliche Dezimierung ohne die schmerzhaften Auswirkungen, die das mit sich brächte. Also so in etwa wie eine Minimierung der Belegschaft ohne Kündigung, sondern einfach durch “in Rente gehen”.
Nur müsste dafür der Mensch raffen, dass er sich selbst limitieren muss. Und das nicht im Kleinen (“keine Plastiksstrohhalme mehr produzieren”), sondern im Großen (“keine Kinder mehr produzieren”).
Das wird aber wohl nicht machbar sein und so bleibt uns wohl oder übel nur der schmerzhafte Weg des Massentodes. Das nächste Virus ist schon in Arbeit. Also: Runter mit den Masken! Es wird Zeit, dass der Mensch das Sterben wieder lernt.

In diesem Sinne: Immer schön höflich bleiben. 🙂
danilo

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