Bugseed packt aus.

Bugseed packt aus.

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SLEAZE.bugseedDarf ich vorstellen: Bugseed. Ein junger Japaner, der nichts anderes macht als den ganzen Tag im Plattenladen zu stehen, nach Samples zu suchen und sobald er fündig wird, diese in seinen Roland-SP-Sampler zu werfen und anzufangen, Spaß zu haben. Sein „Flipping Formats“-Beattape, das er innerhalb einer Nacht mit seinem Kumpel ill.sugi bastelte, war das erste Ding, das ich je von ihm hörte. Das Album wurde jedoch im FL Studio gemacht und ich habe dann erst rausgefunden, dass er seine Beats hauptsächlich auf dem SP-404 macht. Als ich dann das SILLA-Beattape zu hören bekam, das mit dem Roland produziert wurde, war Bugseed ganz weit oben bei mir auf der Liste.

Er hat seinen eigenen Sound geschaffen, der einem aber nicht, wie bei manch anderen Künstlern, nach gewisser Zeit auf den Sack geht. Ganz im Gegenteil, die Auswahl an Jazz-Samples und wie er sie in seinem Sampler bearbeitet und daraus 1Bar- oder 2Bar-Loops schafft, ist mehr als beeindruckend und eine wahre Kunst.

Seit über vier Jahren macht Bugseed schon Beats und man bemerkt die enorme Entwicklung. Er kollaboriert inzwischen mit vielen anderen Beatmakern aus der japanischen Beatszene und bringt regelmäßig neue Tracks raus. Im Februar brachte er zusammen mit Pigeondust die EP 7th Wonder raus, die wieder mal beweist, was die Japaner eigentlich so in Sache Hip Hop drauf haben.

Letzten Monat hat er dann Old Flowers hochgeladen, eine sehr gelungene Kollektion alter, unveröffentlichter Beats von 2008 – 2010. Bugseed sollte man definitiv im Auge (und Ohr) behalten.

Chris

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