BLOOOM BLOOOM BLOOOM, lemme hear you say wayo

BLOOOM BLOOOM BLOOOM, lemme hear you say wayo

TEILEN

SLEAZE.blooom2012-TOYKIO-boris-breuer
BLOOOM 2012 – „Toykio“ – Foto: Boris Breuer

Übermorgen startet die fünfte Ausgabe der BLOOOM. Die Sleazels sind wie jedes Jahr mit von der Partie. Die Messe widmet sich der Tatsache, dass unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen auf sich zu bewegen und so ein konvergierendes Bild abgeben können. Das wissen erfahrene SLEAZE-Leser aber bereits seit einigen Jahren.
Aber was erwartet uns diesmal? Um das herauszufinden, haben wir mit zwei Leuten gesprochen, die es wissen sollten: Walther Gehlen, Gründer der BLOOOM, und Street Artist Robert Kaltenhäuser, der eine Ausstellung auf der diesjährigen Messe betreut. Außerdem haben wir die BLOOOM überredet, uns ein paar Gästelistenplätze für unsere Leser zu überlassen.

SLEAZE: Was war der Ansporn, um sieben Jahre nach der Gründung der Art Fair wieder eine Messe wie die BLOOOM zu gründen?

SLEAZE.blooom-walter-gehlenWalther Gehlen: Der Hauptansporn lag darin, junge Leute anzusprechen. Wir wollten einen neuen Weg finden, diese für Kunst zu begeistern. Denn obwohl die ART.FAIR sieben Jahre zuvor auch als junge Messe und Veranstaltung gestartet ist, hatte sie sich schnell im Kunstmarkt etabliert.

Die BLOOOM bietet jungen Galerien und Künstlern, die oft ihre ersten Schritte auf dem Kunstmarkt machen, eine Plattform, sich und ihre Projekte zu präsentieren.

Der BLOOOM Award wird heuer zum fünften Mal vergeben. Was war der Anstoß und wie hat es sich in diesen Jahren entwickelt?

Bei Warsteiner besteht bereits seit etlichen Jahren eine enge Verbindung zur Kunst. Angefangen mit Andy Warhol, der vor dreißig Jahren die Pils-Tulpe für Warsteiner porträtiert hat. Mit dem BLOOOM Award by Warsteiner liegt der Brauerei besonders die Förderung junger Künstler am Herzen. So bietet der Award den Künstlern eine wichtige Plattform, ihre Arbeiten einem großen Publikum zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen.

Seit Gründung hat der BLOOOM Award sich enorm weiterentwickelt. 2010 ist er als rein deutscher Award gestartet. Schon im Jahr darauf konnten sich auch Künstler aus den Niederlanden bewerben, bevor er 2012 für Künstler aus aller Welt geöffnet wurde. Seit Gründung ist die Anzahl der Bewerbungen jedes Jahr gestiegen. In diesem Jahr haben sich mehr als 1.200 Kreative aus 65 Ländern beworben. Mittlerweile erreicht der Award Menschen z.B. in Indonesien, Kenia, Peru und und und… Aber nicht nur die Anzahl, sondern auch die Qualität der Arbeiten begeistert uns immer wieder aufs Neue.

Da so viele Arbeiten eingereicht wurden: Sind diese Arbeiten überhaupt zu vergleichen, wie gehen Sie vor?

Für alle Arbeiten, egal ob Video, Fotografie oder Malerei gibt es Qualitätskriterien. Alle, egal welcher künstlerischen Ausdrucksform sie folgen, können unter einem SLEAZE.blooom2012-RUTTKOWSKI;68-damian-fuhlGesichtspunkt bewertet werden: Die Idee, die der Künstler ausdrücken möchte, sollte neu sein. Diese gibt dann die Marschrichtung vor, d.h. wir bewerten, ob der Künstler für seine Idee die richtige Ausdrucksform gewählt hat und diese konsequent einsetzt. Man kann also sagen, dass der BLOOOM Award in erster Linie die künstlerische Idee bewertet.

Ob diese originell und neu ist, bekommt man schnell mit. Das spricht natürlich auch immer für die Zusammensetzung der Jury, die schnell erkennt, ob es das so schon gibt etc.

Was bekommt man dieses Jahr auf der BLOOOM zu sehen? Welches sind die fünf spannendsten Kunstwerke?

Wie eingangs erwähnt, richtet sich die BLOOOM an junge Galerien und Künstler. Daher freuen wir uns z.B. in diesem Jahr mit DEVEARTS aus den Niederlanden eine Galerie dabei zu haben, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstler aus Entwicklungsländern zu fördern. Ebenfalls erstmals auf der BLOOOM vertreten ist die Zelle Asphaltkultur – mit Robert Kaltenhäuser als Kurator –, die anonyme Künstler aus dem Graffiti-Bereich präsentiert. Es ist wichtig zu verstehen, dass die BLOOOM nie das ganze Spektrum konvergierender Kunst abdecken kann. In diesem Jahr zeigen 30 internationale Galerien einen tollen Mix aus Street Art, Fashion, Urban Art, Design und vielem mehr.

Wie sehen Sie die Zukunft der BLOOOM? Haben Sie schon Gedanken an neue Ableger?

Die BLOOOM soll auch in Zukunft als Plattform für Künstler aus den verschiedensten Bereichen dienen und diesen eine Möglichkeit geben, sich international zu vernetzten. Dieses Potential wollen wir weiter nutzen, um neue Projekte zu realisieren und die BLOOOM z.B. durch Workshops und Panels weiter auszudehnen.

SLEAZE.blooom-robert-kalthaeuserRobert, du kommst aus der Street Art. Auch auf der BLOOOM wird viel Street Art gezeigt. Was macht für dich Street Art aus?

Robert: Ich komme aus dem Graffiti. Mich interessiert das Ungenehmigte, Illegale und damit Unkontrollierte und Überraschende in der Kunst. Manchmal findet man diese Qualitäten eher in einer performativen oder konzeptuellen Arbeit als in solchen, die sich allzu offensichtlich visuell als „Street Art“ gerieren. Gute Kunst dieser Art kommt inzwischen auffallend oft von Künstlern, die einen nicht verleugneten Hintergrund in der illegalen Graffitikultur haben. Es muss wehtun und gleichzeitig Lust bereiten sozusagen, und wenn es noch zu etwas Erkenntnisgewinn führt, dann sollte auch das kein Ausschlusskriterium sein.

Wie gehst du mit dem Hype um die Street Art in den letzten Jahren um?

Dieser Hype berührt mich wenig. Die Künstler, die ich ausgestellt habe, sind davon sehr unabhängig, denn die meisten werden von diesem Radar kaum erfasst, und die wenigen, die doch in diesen Zusammenhängen wahrgenommen werden, sind soweit jenseits von Gut und Böse, dass ihr Platz in der Kunstgeschichte beim Platzen der Blase keinen Schaden nimmt. Die allererste von mir kuratierte Ausstellung hieß schon damals programmatisch „beyond Street Art“. Insofern…

Was macht dir am meisten Freude an einer Messe wie der BLOOOM?

Ich werde auf der BLOOOM eine sehr interessante und provokante Künstlergruppe präsentieren, die „Zelle Asphaltkultur“, deren letzte Werkschau ich im Mai für die SLEAZE.blooom2013-anton-gottlob-schoenenberg1Stiftung Zollverein in Essen kuratieren durfte. „Meine“ Künstler auf eine Messe zu bringen ist eine ganz neue Erfahrung, da ich mich bisher eher in Off-Spaces oder institutionellen Zusammenhängen bewegt habe. Hoffentlich werde ich dann noch mehr sehr interessante und noch unbekannte junge Künstler präsentiert sehen. Als Jurymitglied des BLOOOM Award by WARSTEINER denke ich, haben wir auf jeden Fall schon gute Arbeit geleistet und ich freue mich darauf, die Arbeiten der Finalisten in der Sonderschau endlich live und in Farbe zu sehen!

Jonathan

Verständlich, wenn ihr jetzt Bock auf die BLOOOM habt. Und da wir sehr einfühlsam sind, dachten wir uns das schon und verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die BLOOOM.

Was gewinnt man? 2x 2 Tagesgästelistenplätze für die BLOOOM in Köln

Wie gewinnt man? Indem man die folgende Fragen per Mail!!! mit Betreff eingefügt beantwortet und die Antwort NICHT hier postet. Ja, das klingt logisch, aber es werden immer wieder die Antworten unter den Beitrag gestellt. Warum auch immer…

Betreff einfügen: Art con vergieren

Frage beantworten: Was bedeutet konvergierend?

Betreff und Antwort schicken an: geschenke@sleazemag.de

Einsendeschluss: 23.10.14, 12.00

Infos: Bei alkoholischen Getränken oder erotischem Spielzeug und einigen Veranstaltungen ist Volljährigkeit Voraussetzung. Wir finden das auch schade, wie du dir denken kannst. Bitte jedenfalls unbedingt das Geburtsdatum bei solchen Verlosungen mitschicken.

Daten: Sinnvoll ist, ggf. auch die Handynummer mitzuschicken, weil manchmal Organisations- oder Zustellprobleme auftauchen. Ja, klingt komisch, es sind bestimmt nur Gerüchte, aber vorsichtshalber… Die wird wie deine anderen Daten natürlich vertraulich behandelt.

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen