BlackBerry Motion: Mo‘ Motion, No Nostalgie no mo‘

BlackBerry Motion: Mo‘ Motion, No Nostalgie no mo‘

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SLEAZE + BlackBerry Motion

SLEAZE + BlackBerry Motion
Immer noch eine ungewohnte Kombination. BlackBerry + Android

Das Motion von BlackBerry zeigt wieder mal eindrücklich, wo die Reise für Handys hingeht. Weg vom Analogen, Mechanischen, hin zum Digitalen. Beim Motion opfert BlackBerry-Lizenznehmer TCL die haptische Tastatur. Ist das jetzt ein Pluspunkt oder ein großer Fehler, dass BlackBerry sein offensichtlichstes Alleinstellungsmerkmal opfert?

BlackBerry war einmal das Nonplusultra für Geschäftsmenschen. Hohe Sicherheitsstandards, der Trackingball und die obligatorische Tastatur, auf der man so schön beschäftigt aussehend mit beiden Daumen rumdrücken konnte.

Das eigene Betriebssystem und damit ein Teil der prominenten Sicherheitsstruktur verschwanden schon vor längerer Zeit, der (in der Produktion) teure Trackingball ebenfalls. Nun ist auch die Tastatur weg und wir wollten mal schauen, was denn noch an DNA bei der Beere übrig ist.

Zunächst einmal liebe ich noch immer das Logo. Das mag oberflächlich erscheinen, aber ich verbinde damit immer noch, irgendwie wichtig und geschätsmäßig (und vor allem geschäftsTÜCHTIG) zu sein. Und obwohl das Smartphone inzwischen wie alle wichtigen Handys inzwischen recht unhandlich groß geworden ist, erhält sich das Motion eine gut in der Hand liegende Haptik.

SLEAZE + BlackBerry Motion
Ein hübsches Biz-Handy, das auch hübsche Bilder kann.

Auch sonst kann sich das Telefon sehen lassen: exzellent verarbeitet, 5,5-Zoll-Display mit Full-HD, 32 Gig Speicher (der sich dank microSDXC noch um bis zu 2TB!!! Erweitern lässt), Metallrahmen, ein fetter 4000-mAh-Akku, eine rutschfeste Rückseite usw. Schade allerdings, dass diese nur eine günstigere Karbon-„Optik“ aufweist.

Dass es auf Android läuft und nicht mehr auf dem eigenen Betriebssystem, finde ich sehr schade, aber es sind wie so oft Kostengründe, die einen eigenen Standard einfach unsinnig machen. Gut für Hacker, schlecht für Nutzer. Noch irritierender ist, dass das ältere Nougat-Android und nicht das aktuelle Oreo zum Einsatz kommen. Da helfen auch nicht die selbst gebastelten (Business-)Apps drüber hinweg.

SLEAZE + BlackBerry Motion
Schick, stylish – ohne haptische Tastatur…

Etwas Nostalgie kann sich das Motion aber doch nicht verkneifen. So kann man das Logo sowohl als Fingerabdruck-Scanner als auch als Touchpad benutzen. Cool! Und auch sonst muss ich gestehen, dass das Smartphone etwas hermacht. Es wirkt edler und nach Business, so wie man es von BlackBerry noch immer gewohnt ist. Und das ist gerade für ein auf die Mittelklasse angelegtes Handy ein sehr guter Ansatz. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich BlackBerry in nächster Zeit bewegt. Wenn es so weitergeht wie mit dem KEYone oder dem Motion, dann sollte man die Marke im Auge behalten!

Jens

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