Berlin in Köln

Berlin in Köln

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Vor beinah 100 Jahren, wundervoll platziert zwischen 1. und 2. Weltkrieg, gab es eine Phase, in der Berlin schon einmal so angesagt war wie jetzt. Allerdings mit viel mehr Blingbling.

Heute ist das alles entspannter, was den Style angeht. Und trotz Donald Trump(el), Kim Jong-un(gezogen) und Wladimir Puta…in haben wir noch keinen (Welt)Krieg. Also nutzen wir die Zeit und tauchen mit Robert Nippoldt in eine Welt ein, die so vielseitig war wie die heutige ist.

SLEAZE + Berlin in der 20ern
Robert im Starschnitt…

Wer ist Robert Nippoldt?

Gute Frage, wussten wir auch nicht. Manch einer kennt ihn vielleicht, weil der Grafiker und Illustrator schon länger eine Buchreihe herausbringt, bei der es immer um Stadt(teil)e und ein bestimmtes Jahrzehnt darin geht. Nun ist im vierten Werk also die deutsche Hauptstadt dran mit „Es wird Nacht im Berlin der wilden Zwanziger“.

Genau genommen wurde das Buch schon Ende letzten Jahres veröffentlicht. Und genau genommen hat auch Boris Pofalla an dem Buch mitgewirkt. Robert kommt nun aber höchstpersönlich in den Kölner Taschen-Laden und daher wollen wir dir das Buch noch einmal ans Herz legen.

Berlin ganz groß

Denn sowohl Berlin als auch dieses Buch sind einfach große Klasse. Es gibt ja viele, die genervt sind, weil um Berlin so ein Hype gemacht wird. Jetzt mal so als Urberliner: Das geht uns hier nicht viel anders. Aber so isses nun mal, und wenn man sich andere Großstädte wie z.B. New York anschaut, ist Berlin schon wirklich schwer in Ordnung.

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Bis heute erfolgreicher Exportschlager: die Litfaßsäule

Aber es geht nicht um Berlin in erster Linie, sondern um das Buch. Und das ist einfach fantastisch. Insbesondere die vielen kleinen, liebevoll zusammengetragenen Anekdoten und die tollen Zeichnungen machen das Buch zu einem Suchtmittel.

So schön war Geschichtsunterricht noch nie. Dazu gibt es Informationen, die aber nicht überladen sind und daher auch in Kleingeister passen. Das ist gerade in einer Zeit mit vielen geistigen Schnellschießern und Langsamdenkern wichtig. Und das Schwarzweiß, in dem das Buch gehalten ist, ist positiv – im Gegensatz zum geläufigen SW-Denken.

So lernen wir, dass dank Max Planck der schon zu Lebzeiten berühmte Albert Einstein nach Berlin kam und „der rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch (nach ihm war z.B. einer der renommiertesten Journalisten-Preise benannt) sogar zweimal hier wohnte. Wir lesen über das Sechs-Tage-Rennen und Max Schmehling und über den Kurfürstendamm und die Hohen Tiere der Politik. Das Buch erzählt so fleißig Anekdoten, wie man sie sonst nur von Opa bekommt.

Das muss ich haben!

Richtig, musst du. Und daher düse fix am 17. Mai in den Kölner Taschen-Laden. Es wird beeindruckende Werke von Robert geben und bestimmt auch die ein oder andere Anekdote, die es im Buch nicht zu finden gibt.

Viel Spaß!SLEAZE + Berlin in der 20ern
danilo

Das Buch:

Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger
Robert Nippoldt, Boris Pofalla
Taschen Verlag
Hardcover mit CD, 23,5 x 37 cm, 224 Seiten
ISBN 978-3-8365-6319-2

Der Event:

Vernissage & Book Signing
Donnerstag, 17. Mai
18 – 20 Uhr
TASCHEN
Neumarkt 3, Köln
Um Anmeldung wird gebeten!

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