Baileys & Co: Die Crème de la Crème

Baileys & Co: Die Crème de la Crème

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SLEAZE + Baileys-Test

Wir lieben Baileys. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Es ist einfach die absolute Leckerniss! Nun gibt es seit einiger Zeit Bewegung im Umfeld des samtenen Likörs. Das ließ uns aufmerken, genauer  hinschauen – und kleine Gläschen mit Genuss füllen und leeren.

Was war passiert?SLEAZE + Baileys-Test

Also, zunächst einmal eine Ungehörigkeit. Das Traumpaar schlechthin geht seit einiger Weile getrennte Wege. Es war schon vorher schwierig, die beiden Turteltäubchen überhaupt mal zu Gesicht zu bekommen, aber irgendwann wurde es offiziell: Baileys und Häagen-Dazs gehen getrennte Wege. Das gemeinsame Projekt ist meiner Meinung nach zwar Eis gewordene Lust, aber dennoch – der Funke war offensichtlich erloschen.

Eine weitere Merkwürdigkeit. Von Baileys gab es auch eine Haseluss-Variante. Der Haselnuss-Geschmack war vielen – auch mir – einen Hauch zu wenig vorhanden, aber trotzdem ist es eine weitere sehr leckere Kombination. Auch dieser Flavor ist im Einzelhandel nicht mehr auffindbar. Wir konnten noch welche online ordern, aber es scheint, als wären auch diese nur noch Restbestand.

Was ist neu?

Recht neu bei Baileys ist die Mandel-Variante. Die ist sogar vegan. Und wenn der Inhalt so schmeckt wie die Flasche aussieht, hat das Eis einen würdigen Nachfolger gefunden. Damit es nicht so langweilig wird, haben wir also die drei Baileys-Varianten organisiert und dazu noch einen Konkurrenten: Kerrygold.

Ja, genau. Die Buttermarke macht ja seit Längerem auch schon Käse und verschiedene andere Genussmittel. Dazu kommen sie aus Irland, kennen sich mit Butter aus – warum also nicht auch einen Irish Cream Liqueur?

Nun war neulich Blutmond-Nacht und weil wir eh warten mussten, bis es soweit war, vertrieben wir uns die Zeit mit dem Irish-Cream-Test, kurz ICT. Wir waren gespannt, ob die Neulinge dem Platzhirsch Baileys Original den Platz streitig machen können.

SLEAZE + Baileys-Test
Perfekt für eine Blutmond-Nacht: Irish-Cream-Tasting.

Baileys Almande

Wie gesagt: Die Flasche ist der Hammer. Dagegen stinken alle anderen Testprodukte ab. Allein das Weiß und dann diese Verzierung – sehr gelungen. Als wir die Flüssigkeit eingießen, sieht man anhand der Gesichter, dass gerade einige Pluspunkte wieder verschwinden.

Die Flüssigkeit sieht aus wie, nun ja, sagen wir mal, wie Milch. Man könnte es aber auch für etwas Sexuelleres halten. Nachdem wir die Bilder erfolgreich verdrängt hatten, ging es an das Getränk. Es roch süßlich und lecker nach Mandel. Dazu eine Art gesundes Gefühl, weil vegan und laktosefrei.

Voller Vorfreude nahmen wir den ersten Schluck. Und tja, es ist leider immer noch so, dass ein veganer Milchtrunk einfach wässriger schmeckt als einer mit Tiermilch. Vielleicht ist es einfach so erlernt und Tiermilch bedeutet Tierqual, also ist es richtig, die Milch zu meiden – aber mit dem wässrigen Geschmack wird das auf jeden Fall eine größere Hürde werden. Schade.

Baileys Hazelnut Flavour

Sofort viel besser! Allein die Optik. Klassisch Kaffee-farben und schmeckt zum Glück viel besser als Kaffee. Da kann die Flasche auch langweiliger aussehen, veggie Haselnuss gewinnt gegen vegane Mandel. Definitiv.

Wie gesagt: Der Haselnuss-Geschmack könnte ruhig stärker sein, der vom Alkohol dafür weniger, aber trotzdem ist das ein leckerer Geschmack, der – wenn es wirklich so ist – zu Unrecht stirbt.

Kerrygold Irish Cream

Der einzige Exot, weil aus anderem Hause. Kann Kerrygold mit dem Veteranen von 1974 mithalten? Oder bringt er durch seine Butter-Historie sogar einen Mehrwert, den Baileys nicht liefern kann?

Was sofort auffällt: Kerrygold liefert Butter auch in seinem Irish Cream. Das cremige kommt ihr nicht von der Sahne, sondern offenbar von der Butter. Daraus ergibt sich ein eigener Geschmack, der vollmundig und sehr lecker ist.

Weniger vollmundig – oder genauer: vollnasig – ist der Geruch. Die Baileys-Flaschen riechen dominanter als der Kerrygold. Allerdings vernimmt man den Alkohol bei Kerrygold deutlicher. Und die Flüssigkeit ist ebenfalls eine ganze Ecke dunkler als beim Baileys Original.

Abgerundet wird das Komposium von einem Schokoladengeschmack. Alles zusammen erinnert leicht an mit Alkohol gefüllte Pralinen. Das ist nicht ganz so meine Baustelle, aber wer Pralinen mag, sollte Kerrygold testen.

Baileys Original

Schmeckt jetzt irgendetwas besser als das Original? Nun ja, der Haselnuss ist eine ernsthafte Konkurrenz, aber gerade, wenn man mehr als ein kleines Gläschen trinken möchte, geht nichts über das Original. Der milde Sahnelikör ist nun einfach mal ungeschlagen.

Steht man wie gesagt auf Pralinen-Flavour, könnte der Kerrygold eine Konkurrenz für den Original sein. Ansonsten gewinnt bei unserem Test eindeutig der Baileys Original, gefolgt auf dem zweiten Platz von Haselnuss und Kerrygold.

Leider abgeschlagen, wenn auch mit guter Intention, ist der Baileys Almande. Vielleicht hat er noch eine Chance, wenn man aus der veganen eine veggie Version macht. Und wenn wir schon am Träumen sind: Richtig geil wäre, wenn es den Original auch in einer alkoholfreien Variante gäbe. Oder, wie viele Wortfremde auch sagen: Antialkoholisch (was natürlich Unsinn ist, denn das ist ja kein Mittel, welches gegen den Alkohol wirkt, har har).

SLEAZE + Baileys-Test
Vier gewinnt? Oder doch nur einer?

Und es ist übrigens noch etwas neu bei Baileys. Ein eigenes Eis. Ja, genau. Vielleicht wurde deshalb die H-D-Verbindung gekappt. Oder sie wurde von anderer Seite gekappt und dann dachte man sich bei den Iren: Was diese Amis, die auf Skandinavier machen, können wir schon lange. Womit sie vielleicht nicht mal Unrecht haben. Das Eis liegt jedenfalls schon bei uns im Kühlregal und wartet auf sein Debüt. Bei der Hitze kann es nicht mehr lang dauern, bis wir die Babes aufreißen.

In diesem Sinne: Wohl bekomm’s!

danilo

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