Aye-Aye: Die Schwierigkeit der Leichtigkeit

Aye-Aye: Die Schwierigkeit der Leichtigkeit

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Liebe Leser,
Madagaskar, abscheulichste aller Inseln. Wo wir einst lagen und uns mit der hässlichen Fratze der Pest herumplagten, wohnen bis heute Tiere, deren Fratzen nicht weniger abstoßend sind.

SLEAZE + Aye-Aye
Ich habe Fingerspitzengefühl.

Das gilt auch für Daubi, wie der Aye-Aye-Affe von uns liebevoll genannt wird. Ihn auf sein Äußeres zu reduzieren, wäre aber falsch. Wie so häufig geht das auf absurde Art widerliche Aussehen dieses Tieres mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz einher. Im Verhältnis zu seiner Körpergröße hat er ein geradezu riesiges Gehirn, das zu nutzen ihm eine Freude ist. Hierin unterscheidet sich der Aye-Aye wohl am deutlichsten vom durchschnittlichen Homo Sapiens.

Ein durchschnittliches Weibchen sucht er aber auch nicht, sondern ein ganz besonderes. Wenn du das bist oder zu sein glaubst, schreibe uns unter der Chiffre Primatsphäre. Zuschriften von Weibchen, die wir nicht selbst heiß finden, leiten wir sogar weiter.

Nick: Daubi
Name: Aye-Aye / Fingertier
Geschlecht: äußerst männlich
Beruf / Beschäftigung: Affgehn! (Bei manchen Primaten heißt das auch Abgehn, aber das klingt ja völlig bescheuert)
Wohnort: Madagaskar
Größe: 0,4 m
Hobby: Alles, was mit fingern / Fingern zu tun hat
Motto: Das Fingertier, das Fingertier, hat einen Schwanz und zeigt ihn dir!

Das bin ich:

SLEAZE + Aye-Aye
Schau mir in die Augen, Kleines!

Hallo Mädels,
Fun Fact: Das Verhältnis von Schwanz und Körpergröße beträgt bei mir 1:1. Ich denke, das spricht für sich. Beziehungsweise für mich. Was ich sagen will: Ich bin richtig gut darin, den Geschlechtsakt zu vollziehen. Deswegen rate ich dringend davon ab, mich nach meinem Äußeren zu beurteilen, ohne mit mir geschlafen zu haben. Eine solch oberflächliche Betrachtungsweise geziemt sich einer intelligenten Spezies – oder woher auch du immer kommen magst –  schließlich in keinster Weise.

Dass es sich lohnt, mich auf jede erdenkliche Art auszuprobieren, zeigt schon mein Name. Ich heiße bestimmt nicht Fingertier, weil ich so schön Klavier spiele. Nein, das liegt an einem ganz anderen Talent. Subtil, wie ich bin, rede ich an dieser Stelle nicht weiter.

Über das eine oder andere explizite Angebot würde ich mich sehr freuen! Bitte mit Chiffre an „Feuchtfinger“ unter info@sleazemag.de melden. Danke. 🙂

P.S: Feucht(nasenaffe) bin ich auch. Manchmal…

Zusätzliche Infos:

Wir haben die Rubrik ins Leben gerufen, weil Ungerechtigkeit herrscht – wieder einmal. Die süßen, niedlichen, ach so knuffigen Tiere werden mehr erforscht als die Einäugigen, Zweinasigen, Dreibrüstigen, kurz – die Freaks unter uns. Wusstest du das?
Gut, das muss nichts Schlechtes sein. So landet man auch seltener im Tierlabor. Ungerecht ist es trotzdem. Eher Euthanasie als Darwin. Und außerdem: Frauen dürfen inzwischen auch ganz emanzipiert dumme „männliche“ Sachen machen wie Krieg führen.
Also fordern wir endlich Gleichberechtigung auch bei der Forschung. Menschen sollten in Versuchslabors zu gleichen Bedingungen wie andere Affen zugelassen werden, hässliche Tiere genauso erforscht wie süße. Da das allerdings noch in weiter Ferne liegt, sind manche Tiere gefährdet. Wir steuern hiermit entgegen. Mit der ersten Kontaktsuchseite für die VERMEINTLICH HÄSSLICHEN UNTER UNS. (Falls du dich angesprochen fühlst, melde dich gern bei uns.)

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