Avengers: Infinity War – Das Klassentreffen der Superhelden

Avengers: Infinity War – Das Klassentreffen der Superhelden

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SLEAZE + Avengers: Infinity War
Eine interessante Mixtur …

Vor genau zehn Jahren startete mit Iron Man die erste Comicverfilmung aus dem Hause Marvel, welche sich in den darauf folgenden Jahren mit weiteren Superhelden zu einem großen Puzzle entwickelte. Die Verbindungen zueinander, aber auch ineinander, waren hier die eigentliche Herausforderung.

Von Anfang bis Ende dieser langjährigen Entwicklung entstanden einzelne Geschichten, die mit der Zeit zusammengesetzt ein großes Ganzes ergeben. Mit Avengers: Infinity War kommt es nun zu einem Höhepunkt der Reihe, in dem so viele Superhelden aufeinander treffen wie in keinem anderen Film zuvor.

SLEAZE + Avengers: Infinity War
… von Galaxie-Hütern …

Bei inzwischen 18 Filmen wurden die unterschiedlichsten Superhelden aus den Marvel-Comics auf die Leinwand projiziert und fiktionale Welten gebaut, um ein Universum zu erschaffen, womit man (gefühlt unendlich) Filme produzieren und diese Marketing-technisch an die nach Unterhaltung lechzende Gesellschaft verkaufen kann.

Mit einer ständig gleichen dramaturgischen Formel und dem inzwischen markanten Comic-Relief (Witze in ernsten Situationen) formten sich nach und nach die Filme, um einzelne Helden in den Mittelpunkt zu rücken oder Teams aufzubauen. Das Marvel Cinematic Universe (kurz: MCU) teilte seine dramaturgische Strategie in drei Phasen auf, wodurch die dritte mit dem aktuell erschienenen Infinity War ihren Abschluss findet.

Erst als Puzzle ergibt sich ein Universum

In Avengers: Infinity War kommen eine Menge Comic-Helden vor – dagegen war der erste Avengers-Streifen von 2012 ein Kaffeekränzchen. Nun müssen alle zusammenhalten, um – den nach und nach angeteaserten – Thanos daran zu hindern, alle sechs Infinity-Steine zu erhalten. Diese haben jeweils besondere Kräfte und würden im Komplettsatz dem Träger Macht über das Leben im Universum verfügen.

SLEAZE + Avengers: Infinity War
Thanos

Aber um zu diesem Manöver zu gelangen, müssen erst einmal Nebenhandlungen erzählt und zusammenpassende Handlungsstränge eingebaut werden. Neue Freundschaften entwickeln sich, jedoch bleiben auch bereits entstandene Rivalitäten von Bedeutung oder der Misstrauen gegenüber neue Bekanntschaften entsteht. Diese Zusammenführung von den unterschiedlichsten Persönlichkeiten benötigt Zeit und dehnt den Film über zwei Stunden hinaus. Die dadurch entstehenden Unterhaltungen sind ebenso ein markantes Unterhaltungsmittel im MCU. Die Dialoge sind wie gewohnt heroisch und teilweise überspitzt angelegt, bekommen bei den Helden aber ihren jeweils typischen Stil und zeigen, wie unterschiedliche Persönlichkeiten zueinander agieren und als Gruppe letztendlich funktionieren müssen.

Dieser Film erwartet von einem, dass man die vorangegangen Teile kennt und inhaltliche Zusammenhänge versteht. Es ist also schwer, diesen Film als alleinstehend zu bezeichnen, da er alle Teile benötigt, um als Puzzle verstanden zu werden.

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… und Erdbewohnern.

Trotzdem wartet der Film mit einigen Überraschungen auf, die selbst den größten Nerd sprachlos werden lassen. Im Endeffekt ist es ein großer Blockbuster mit Unterhaltungsgarantie, der für die Kinoleinwand perfekt geeignet ist. Das Marvel-Universum hat somit seinen Höhepunkt, aber das Ende ist noch nicht in Sicht.

Kevin

Titel: Avengers: Infinity War
Länge: 149 Min.
Kinostart: 26.04.2018
Genre: Action, Science-Fiction, Comicverfilmung
Verleih: Walt Disney
Produktionsland: USA

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