Außerirdische Antihelden unter Dauerbeschuss

Außerirdische Antihelden unter Dauerbeschuss

TEILEN

Noch nie eine Alien-Invasion miterlebt ? Dieser Traum wird in: „It came from Space and ate our brains“ endlich wahr. Aber was tun? Schnell in ein Haus rennen und die Tür zunageln ? NEIN. Bleispritze in die Hand und rein in einen etwas skurrilen Acarde-Shooter im Block-Stil. Wir steuern aus der Vogelperspektive (der Vogel ist mit uns der einzige Überlebende) einen kleinen Steve mit einer von sechs Tötungsmaschinen, die er jederzeit umtauschen und maximal dreimal verbessern kann. Das ganze kostet natürlich einen Haufen Schotter, den uns tote Aliens aber nur zu gerne überlassen. Kämpfen tun wir alleine oder mit maximal drei Mitüberlebenden in insgesamt sechs Gebieten und auf vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Karten unterscheiden sich im Setting deutlich, sind aber wegen der Grafik nicht so leicht voneinander zu unterscheiden. ItCameFromSpaceAndAteOurBrains03

IST DAS SCHÖN, ODER KANN DAS WEG ?

It came from Space and ate our Brains setzt bei den Umgebungen auf ein monotones Grau, nur unsere Taschenlampe pinselt durch Schatten Konturen in die Welt. Das sieht super aus und funktioniert auch, wie es soll. Die außerirdischen Mitbürger hingegen sind von Kopf bis Fuß in ein dunkles Lila getaucht, nur ihr Maul strahlt in hellem Pink. Farbliche Abwechslung gibt es in ihren Reihen nicht, nur kleine Lichtblicke wie z.B. brennende Gebäude oder blickende Autolichter erhellen, außer unserer Taschenlampe, die Dunkelheit. Der Blockstil ist gut umgesetzt und weicht nur ein paar Mal ab, was aber nicht weiter auffällt. Unsere Waffen sind ebenfalls in einem monotonen Grau eingefärbt, bekommen aber durch jede Verbesserung ein wenig Pink rangeklatscht. Das ist schön gelöst und erweitert die Schießprügel an wirklich sinnvollen Stellen. ItCameFromSpaceAndAteOurBrains04

ALIENS, MAL BEIM NAMEN GENANNT

Unsere außerirdischen Freunde hingegen verändern sich nicht wirklich. Es gibt das Standard-Alien in dreifacher Ausführung: einmal in klein, einmal in groß und einmal in ohmeinGottistdasDingriesig. Als nächstes stünde da der Kriecher auf unserer Abschussliste. Er ist zu faul zum Laufen und kriecht deswegen einfach hinter uns her. Wenn er nah genug an uns dran ist, benutzt er sich selbst als Steinschleuder UND Geschoss und katapultiert sich in die Richtung, aus der es wildes Geballer zu hören glaubt. Ein wenig anders geht da ein Verwandter des Kriechers vor. Der Schleicher schleicht sich, wie es sein Name schon sagt, ohne sein Maul zu öffnen an den Spieler heran und überrascht ihn von hinten. Durch den Grafikstil sind sie unheimlich schlecht zu sehen, was ihnen meistens einen Überraschungsmoment versichert. Außer dem Weg-flasher wären wir dann auch schon am Ende dieser unheimlich langen Liste angelangt. Der Weg-flasher flasht einfach vor unseren Attacken weg und versucht ihnen so auszuweichen. Bei einem Raketenwerfer gar nicht so einfach. Aber mal weg von außerirdischen und zurück zu irdischen Lebensformen. Unterstützt werden wir nämlich durchgehend von einer S.W.A.T.-Drohne, die uns hilfreiche Päckchen in die Arena wirft. Ich hab mich selbst einmal dabei ertappt, wie ich sie nach einem Heilungspäckchen anflehte. Sie interessierte es aber nicht, was mich schwer depressiv machte. Nein, Spaß beiseite, die Drohne kann in gefährlichen Situationen unser Leben retten – oder halt beenden. Neben Herzchen enthaltenden Heilungspäckchen wirft sie uns auch unser Taschengeld und irgendwelche Waffen zu, die sich aber nach einer kurzen Zeit selbst zerstören.                                                          ItCameFromSpaceAndAteOurBrains05

MULTI-BALLERSPASS

Im Singleplayer sollten wir uns nicht zerstören lassen, aber im Multiplayer sieht das Ganze schon ganz anders bzw. total chaotisch aus. Zu zweit ist der Laserregen ja noch überschaubar, aber bei vier Spielern auf engstem Raum wird das Überleben zur ständigen Augenbelastung. Vor lauter Laser, Raketen und Munition bleibt uns die Sicht auf Außerirdische Gefahr verwehrt. Das ganze artet aus, in ein hektisches Suchen nach der Gefahr und es kommt nicht nur einmal vor, dass man einem Kollegen das Vergnügen außerirdische Substanz zu durchlöchern, mit einer gezielten Rakete entreißt. Das kann heftige Morddrohungen hervorrufen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihre Freunde oder Mitspieler ob sie cholerisch reagieren könnten. Selbst ein leicht erregbarer Mensch zu sein, kann auch zum Verhängnis werden. Wer keine Lust auf verärgerte Mitspieler hat, kommt doch wieder zurück zum Einzelspielermodus, der aber vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden eine sehr hohe Selbstmord Gefahr hat, da die Entwickler es mit dem Wort schwer etwas übertrieben haben, und statt schwer den letzten Schwierigkeitsgrad ultrakrankschwer gemacht haben. Für Menschen mit hohem Selbstvertrauen und ohne den geringsten Suizidgedanken eine echt coole Herausforderung.

FAZIT

Bei: „It came from Space and ate our brains“ sagt uns der Titel schon, was wir innerhalb dieses Horde-survival Shooters erleben können. Unsere einzige Aufgabe ist es Horden von Alien abzuwehren. Alleine ist dieses Spielprinzip schon witzig, aber mit 1-3 Mitspielern, werden aus den Jägern Gejagte. Es entbrennt regelrecht eine Jagt nach den letzten überlebenden Aliens und das macht richtig Spaß. Für einen Eintrittspreis von 9.99 € ist es einen Ausflug in das Zeitalter der Alieninvasion wert.

Hannes

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen