Aufklärungsunterricht für Pandas

Aufklärungsunterricht für Pandas

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Es war einmal ein genügsamer Bär. Dessen Tag aus essen, schlafen und essen bestand. Und vielleicht noch aus etwas schlafen. Friedlich lebte er mit seinen Bärenkollegen in den lieben langen Tag hinein und erfreute sich seines Daseins und der Natur um ihn rum. Hört sich wie eine schöne, friedliche Geschichte an… wäre da nicht der Mensch.

Mittlerweile leben weniger als 2.000 Große Pandas in freier Wildbahn. Das ist eine extrem kleine Menge und daran ist hauptsächlich schuld? Natürlich, der Mensch. Die Wilderei der possierlichen Wesen ist zum Glück mittlerweile verboten und wird mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft.

SLEAZE + Pandas
All dieser Stress. Da muss ein kurzes Powernapping her.

Leider müssen aber auch heute immer noch rund 200 Pandas in Zoos auf der ganzen Welt leben, nur damit die Besucher für fünf Minuten mal ihre Nase an die Scheibe pressen und ein Foto von den armen Tieren machen können. Entertainment vor Tierschutz! Weil das noch nicht reicht, tragen die Menschen durch die Erderwärmung auch noch maßgeblich zur Vernichtung des natürlichen Lebensraums der Pandas bei.

Den Menschen plagen nun Gewissensbisse. Deswegen haben sie sich entschieden, diese Spezies vor dem Aussterben zu bewahren. Nicht ganz uneigennützig natürlich. Aber: Ohne diese Schadensbegrenzung wären die Tiere in ungefähr 100 Jahren ausgestorben.

Panda-Biathlon: essen und schlafen

Pandas sind eher faule Geschöpfe. Zehn Stunden Schlaf am Tag kriegen sie lässig hin, fast den gesamten Rest der Zeit mampfen sie genüsslich ihren Bambus (übrigens können da rund 36 Kilo zusammenkommen). Irgendwie erinnert das auch an manche Menschen, nur dass die meist nicht so süß und friedlich sind.

Den Züchtern machen es die Pandas auch nicht leicht. Das Interesse am anderen Geschlecht ist eher Fehlanzeige. Sie haben sogar so wenig Lust auf Zweisamkeit, dass sie als „sexfaul“ gelten und oft vergessen, wie es geht. Deswegen haben sich die Mitarbeiter einer Zuchtstation entschieden, Aufklärungsunterricht zu leisten und eine Art „Sex-Training“ zu entwerfen. Das besteht aus verschiedenen Beckenübungen und sogar dem Gucken von sogenannten Panda-Pornos, in denen ihre Artgenossen sich vergnügen. Klingt sehr schräg – aber es soll tatsächlich helfen!

SLEAZE + Pandas
Boah, is das anstrengend!

Aber damit nicht genug, die Pfleger verkleiden sich auch noch als Pandas und besprühen sich mit den Exkrementen ihrer Schützlinge, damit sie auch noch nach ihnen riechen. Wozu das Ganze? Die Pandas sollen sich nicht an den Menschen gewöhnen und auf das später folgende Auswildern vorbereitet werden.

Das Panda-Puch

All diese und noch viel mehr interessante, komische und spannende Details (plus unzähliger toller und wunderschöner Fotos) hat die Fotografin, Autorin und Filmemacherin Ami Vitales in dem Buch PANDAS – Das verborgene Leben der großen Bären dargestellt.

Sie schlüpfte in die Rolle der Mitarbeiter, trug ein Panda-Kostüm und lernte sogar, wie ein Panda zu denken. Diese Leidenschaft für ihren Beruf spiegelt sich auch in den unglaublich schönen Bildern im Buch wider. SLEAZE + PandasZu empfehlen für jeden Panda-Liebhaber oder einfach alle, die süße Tierfotos lieben oder etwas für ihre Allgemeinbildung und / oder Tierliebe tun wollen.

Lara

Titel: PANDAS – Das verborgene Leben der großen Bären
Autorin: Ami Vitale
Verlag: Riva
Ausgabe: Hardcover, 21,5 x 21,5 cm, 160 Seiten
ISBN: 978-3742306807
Preis: 19,99

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