Auf die Ohren – HEUTE:

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CeeLo Green

 

The Ladykiller

 

Atlantic / Warner

 

VÖ: 19.11.

 

Der Titel ist das Schlechteste an dem Album. Klingt nach einem Posertum, das sich CeeLo vielleicht noch aus seiner Rap-Vergangenheit bewahrt hat. Vielleicht geht der Einfluss sogar noch weiter in Richtung Marvin Gaye. Womit sich der Kreis schließen würde, denn das Album ist ein reines Soul-Album und startet mit einem „Lady Killer Theme“ im feinen Shirley-Bassey-James-Bond-Stil.

 

Ein weiter Weg, seit er mir das erste Mal 1994 mit seiner erstklassigen Gruppe Goodie Mob aufgefallen ist. Zusammen mit OutKast und anderen starteten sie damals ihren Feldzug, Atlanta als Hip-Hop-Stadt zu etablieren. Viele Jahre später sind daraus „Dirty South“ und „Crunk“ entstanden. Auch sonst war das MusiChamäleon CeeLo von Goodie Mob über Gnarls Barkley bis zu seinem tollen Gastauftritt in dem Seeed-Klassiker „Aufstehn“ in den 16 Jahren äußerst aktiv.

 

Nun also als Ladykiller. Insgesamt ist mir das Album zu seicht. Es plätschert nett vor sich hin, ich vermisse jedoch gerade den Soul, dessen Musikrichtung Mr. Green sich jetzt bedient – und der bei seinen Liedern sonst so oft durchblitzt. Lieder wie der Bonustrack „Fuck You“ haben zwar Ohrwurmcharakter, hängen mir aber schon aus den selbigen raus. Richtig ansprechend finde ich nur zwei Lieder zum Albumende hin: „Fool For You“ mit „Earth, Wind and Fire“-Sänger Philip Bailey sowie das wunderschöne „Old Fashioned“, wo CeeLo Green endlich die Seele raus lässt, die ich auf dem Rest von „Lady Killer“ so vermisse.

 

Insgesamt ein durchschnittliches Album, in das man hauptsächlich aufgrund des talentierten Sängers mal reingehört haben sollte. Aber ob es nun wirklich irgendeine Lady killt …?

 

 

 

danilo

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