Archos, der Brettchenbeschleuniger

Archos, der Brettchenbeschleuniger

Wir sind immer noch auf der Suche nach dem richtigen SLEAZE.mobil. Schon vor einer Weile haben wir eins getestet, das zwar als echte Alternative nicht in Frage kommt – aber trotzdem was hat.

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Als ich den ersten Smart sah, dachte ich an einen Bierkasten auf Rädern. Und das, wo ich nicht mal so gern Bier trinke. Naja, vielleicht auch ein Malzbierkasten. Egal. Jedenfalls verstand man unter coolem Auto etwas anderes – bis ich zum ersten Mal mit einem fahren durfte. Denn der Smart war designmäßig gewöhnungsbedürftig – aber fahrmäßig schon sehr cool (solang man nicht über die Autobahn musste, zumindest mit dem ersten Modell, das die Achsen so nah beieinander hatte).

An das Smart-Gefühl musste ich denken, als ich das elektrische Skateboard von Archos – ganz fancy Archos SK8 genannt – zum ersten Mal sah. Skateboarden empfinden die meisten als cool, elektrisch klingt das aber gleich nach Segway aka uncool.
Und auch ich, der Skaten nicht sooo cool findet und 1000x lieber snow- oder wakeboardet, beäugt so eine Oma-Version eines Skateboards erst mal skeptisch. Aber auch weil ich an das Smart-Gefühl dachte, wollte ich es ausprobieren.

SLEAZE + Archos SK8
Welch praktische Herrenhandtasche.

Außerdem geht der Trend dahin, alles mit (E-)Motoren auszustatten. Und mit Internet und Sprach-Interface. Das Archos hat zum Glück zur den E-Motor, zumindest in der aktuellen Variante.

Als wir das Gerät hatten, hieß es erstmal aufladen und herausfinden, was es überhaupt kann. 15 km/h soll das Brett in der Spitze fahren, der Akku hält 10 – 15 km, und das Ahornholz hält ein Gewicht bis 80 Kilo aus. Da habe ich ja noch Glück, dass ich gewichtsmäßig in die Kind-bis-Teenager-Schublade passe. Dank einer Fernbedienung kann man Gas geben und bremsen. Und sie haben wirklich dazugeschrieben, dass das Gerät emissionsfrei ist (na, ein Glück berechnet nie jemand die indirekten Emissionen).

Zwei Stunden später…

Das Gerät ist aufgeladen, der Knochenbruchgrenze kann ausgetestet werden. Auch wenn Brettsport natürlich grundsätzlich die gleichen physikalischen Gesetze befolgt, ist es doch schwieriger, von „platten“ Brettern wie Wake- oder Snowboard auf „höher gelegte“ wie Skateboards umzusteigen als umgekehrt. Logisch, aber trotzdem alles ganz schön wacklig.

Allerdings kommt man recht schnell mit dem Gerät klar. Dann über die Fernbedienung Gas geben und man muss sich nur noch etwas auf Kurven und Hindernisse konzentrieren. Allerdings fehlt mir etwas der Fun-Faktor, den ich beim Smart am Anfang hatte.

Nicht so vorschnell

SLEAZE + Archos SK8
Mit dem Können kommt der Spaß.

Wieder einmal war ich aber damit etwas zu hektisch. Je mehr man sich mit dem SK8 beschäftigte und je routinierter man wurde, desto mehr Spaß machte das Gerät. Irgendwann hatte ich dann den Dreh raus. Da war dann aber leider auch der Akku alle. Also der vom Skateboard. Und ohne Akku ist das Brett ganz schön immobil im Verhältnis zu vorher – was natürlich auch am Gewicht liegt.

Ich startete dann noch einmal einen weiteren Test auf dem Tempelhofer Feld an einem anderen Tag, aber so richtig überzeugte mich das SK8 nicht. Das mag daran liegen, dass ich generell auch kein Skateboard-Fan bin, keine Ahnung. Aber ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe. Den UVP von 199,- wird mit man mit intelligenter Suche deutlich unterbieten können.

Wer jetzt also ein begeisterter Skateboarder ist und sich nicht zu cool, einen Motor am Brett zu haben, sollte das Archos SK8 mal ausprobieren.

danilo

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