Neues kann so gut sein – The Amazing Spiderman

Neues kann so gut sein – The Amazing Spiderman

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Der Montag nach dem Hurricane-Festival ist eher der Entspannung und der Regeneration vorbehalten, sagt die Tradition. Wir sehen das eigentlich ähnlich, haben es uns aber trotz dieser Jahrhunderte alten Regel nicht nehmen lassen, uns die Vorführung von „The Amazing Spiderman“ vorm eigentlichen Filmstart am 28.06.2012 zu Gemüte zu führen.

Die neue Comicverfilmung von (500) Days Of Summer-Regisseur Marc Webb ist eigentlich Remake der Spiderman-Trilogie (2001-2009) von Sam Raimi und dennoch so anders. Warum das so ist und was es sonst noch zu sagen gibt, erfahrt ihr in unserer SLEAZE-Filmkurzkritik. Online. Jetzt.

The Amazing Spiderman
The Amazing Spiderman
The Amazing Spiderman
Peter Parker & Gwen Stacy (The Amazing Spiderman)

 


Peter Parker (Andrew Garfield) hat Probleme. Und wir reden hier nicht davon, dass er ein Außenseiter an seiner High-School ist. Zusätzlich dazu sind nämlich seine Eltern in seinen Kindertagen unter mysteriösen Umständen verschwunden und nicht mehr aufgetaucht. Seither lebt der frustrierte Peter bei seiner Tante May und seinem Onkel Ben. Bis zu dem Tag, an dem er die Arbeitstasche seines Vaters findet, scheint sein Leben relativ normal zu verlaufen. Mit dem neuen Wissen aus der Tasche stellt der Superheld-to-be Nachforschungen an und stößt so auf die Firma OSCORP und einen ehemaligen Kollegen seines Vaters:

Der einarmige Wissenschaftler Dr. Curt Conners ist Experte auf dem Gebiet der Genetik und versucht mittels Genkreuzung die positiven Eigenschaften verschiedener Tiere zum Wohle der Menschheit zu kreuzen – und für einen neuen Arm für sich selbst. Peter wird bei einem Besuch von OSCORP schließlich von einer genmanipulierten Superspinne gebissen, entwickelt fantastische Kräfte und muss sich fortan mit der kleinen Freundin (Gwen Stacey) und großen (mörderische Mutantenechsen) Problemen des Superheldendaseins rumschlagen. So weit, so gut – immerhin kommt einem die Geschichte, wenn man die bereits erwähnte Trilogie kennt, zumindest in ihren Grundzügen bekannt vor.

Nicht desto trotz schafft es Webb seinem Film einen eigenen, etwas düsteren aber anspruchsvollen Touch zu verleihen. Zu keinem Zeitpunkt wirkt „The Amazing Spiderman“ daher wie ein billiger Aufguss oder gar eine Kopie der vorherigen Filme, sondern ist meiner persönlichen Einschätzung nach sogar ein besserer Auftakt als der Film von 2001. Neben der allgemein guten Figurenzeichnung, den spektakulären Actionsequenzen, der sinnvoll eingesetzten 3D-Technik (Stichwort: Ego-Perspektive) und dem wohlportionierten Humor ist es Hauptdarsteller Andrew Garfield zu verdanken, dass der Film alles andere als ein Reinfall ist. Der britische Schauspieler ist definitiv düsterer, emotionaler und authentischer als sein Vorgänger Tobey Maguire, der teilweise etwas unecht, glatt und fehl am Platze wirkte. Garfield hingegen verhält sich so, wie sich wohl jeder verhalten würde wenn er zu einem Superspinnenmann ohne Eltern wird. Ein authentischer Superheld. Das sieht man auch nicht alle Tage. 

 

 

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