Ein langer Weg bis zum Tod – ALPEN

Ein langer Weg bis zum Tod – ALPEN

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Ja, Griechenland hat mehr zu bieten als Tsatsiki, Eurokrise und ein komisches Alphabet mit seltsamen Buchstaben.

Am 14. Juni 2012 kommt endlich auch einmal ein griechischer Film in die Kinos. Genau darauf hat die Welt gewartet. Dabei macht der Streifen von Yorgos Lanthimos eigentlich eine gar nicht mal so schlechte Figur auf der großen Leinwand:

Alpen
Alpen
Alpen
Aggeliki Papoulia spielt Monta Rosa (Alpen)

In dem Film geht es um eine Gruppe namens „ Alpen die sich ein abartiges Hobby gesucht hat. In ihrer Freizeit schlüpfen sie in die Rolle von verstorbenen Menschen und spielen mit deren Freunden und Angehörigen Szenen aus dem vergangenen Leben nach. Klingt irgendwie nach einem abartigen Gedanken. Aber auch nach einer unglaublich guten Geschäftsidee. Sie verkleiden sich als Schulmädchen, Geliebte oder Großeltern und wiederholen die gleichen Dialoge Woche für Woche mit den Hinterbliebenen, um deren Trauer zu lindern. Und das Business rund um den Tod boomt.

Der Club schreibt klare Regeln vor, um sich emotional nicht mit den Kunden einzulassen. Wer gegen das Regelwerk verstößt, wird von den anderen Mitglieder bestraft.

Als die Protagonistin Monta Rosa, die im wahren Leben als Rettungssanitäterin arbeitet, im Krankenhaus eine Patientin verliert, schlägt sie deren Eltern den absurden Deal vor und von da an spielt sie immer wieder die tote Tochter im Tennisröckchen. Doch irgendwie verstrickt Rosa die eigene Welt mit der Schauspielerei, bis schließlich beide Leben komplett miteinander verschwimmen. Und so nimmt das Drama dann seinen Lauf.

Entstanden ist ein streng verwirrender und langwieriger, aber verstörend genialer Film, der es schafft in unsere tiefsten Abgründe zu schauen. Ziemlich sehenswert, wenn man auf Independent-Filme steht!

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