Abgrund light

Abgrund light

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SLEAZE.abgrund3Ob das Erscheinungsdatum des Horrorfilms „The Edge of Sanity – Am Abgrund des Wahnsinns“ mit Absicht so gewählt wurde? 11.09.? Es wäre wahrscheinlich zu makaber und würde auch nicht ganz zu diesem Horrorfilm Light passen.
Für die Cineasten unter euch: Es handelt sich nicht um ein Remake des Jekyll-Hyde-Films mit Anothy Perkins von 1989. Der Film hier heißt im Original auch eigentlich „Breaking the Edge“.
Worum geht’s? Die schwangere Bianca erwartet nach einer Fehlgeburt nun zum zweiten Mal ein Kind. Nicht ganz kreativ wird sie dabei von dem Geist eines toten Mädchens verfolgt. Dazu gibt es vergangene Halluzinationen, die sie schon mal nahe an den Abgrund brachten. Die Story dahinter, die sich der serbische Regisseur Predrag Antonijevic ausdachte, um dieses Phänomen zu erklären, ist jedoch recht gut gelungen. Alles passt zusammen, man findet keine Eckpunkte, die einfach aus der Luft gegriffen sind. Die Familienstory ist recht langatmig, dafür kommen leider die scary parts zu kurz.

Positiv ist, dass diese ohne großes Gemetzel auskommen. Die Spannung bzw. der Abgrund kommt von der sehr passenden Musik, einer guten Kameraführung und überzeugenden Schauspielern. Hätte Predrag davon mehr geliefert, wäre es ein Top-Gruselfilm geworden.SLEAZE.abgrund2
Das ungenutzte Potential ist schade, aber auch so ist der Film in Ordnung, man fühlt sich gut unterhalten, auch wenn man ihn wohl recht schnell vergessen wird.

Antonia

Originaltitel: Breaking at the Edge
Produktion: USA, 2013
Verleih: Eurovideo
Spieldauer: 82 Minuten
FSK: ab 16
Genre: Psychothriller

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