Mamas Gun. Ich sitze jetzt seit geraumer Zeit auf meinem durchgesessenen Schreibtischstuhl und frage mich, was ist das für Mukke, wie beschreibe ich sie und was will mir der sympathische Lockenkopf am Mikro eigentlich sagen? Fangen wir vorne an. Musikstil. Erinnert mich ein wenig an Jamiroquai vor ein paar Jahren. Sehr viel Funk, sehr viel Blues. Rockige Passagen, jazzige Melodien.
Alles in allem scheint das Debüt „Routes to Riches“ (VÖ: 06.08.2010, Candelion/ Roughtrade) aber vielschichtiger zu sein – wenn Jamiroquai seine Funknummer bis zum Ende durchzieht ohne mit der Wimper zu zucken, gibt’s bei Mamas Gun eine Wendung. Andy Platts, verantwortlich für Gesang und Texte der Band, zaubert auf so unterschiedliche Art und Weise Arrangements und Gesangseinlagen zusammen, dass einem aufgrund der Vielfalt der musikalischen Stile Details erst nach mehrmaligem Hören klar werden.
Mamas Gun gilt schon seit längerem als Geheimtipp, als Vorband von De La Soul oder als Support-Act der „Heimspiel“-Tour der Fantastischen Vier haben sie sich hierzulande einen Namen gemacht. Nach großen Erfolgen vor allem bei den Kollegen auf der angelsächsischen Insel und in Asien kommen sie nun für ihre ersten Headliner-Gigs nach Deutschland.
In Großbritannien heißt der charismatische Platts jetzt schon „King of Modern Funk“, ob ihm dieser Name gerecht wird und er euch so umhaut wie die Bobbys drüben, könnt ihr morgen in Berlin checken. Von uns gibt’s: `ne Empfehlung.
Di, 24.08.2010, 20:00 Uhr
AK: 8,- Euro
Maschinenhaus, Knaackstraße 97 , 10435 Berlin
Pankow, U Eberswalder Straße
Noch nicht genug? Dann hier, klick:
www.beatsinternational.com
www.myspace.com/mamasgun
julian.





















