Country, Folk

(bereits erschienen / Wichita)
Es ist mal wieder soweit. Conor Oberst – besser bekannt als der Frontmann der Band „Bright Eyes“ – meldet sich zu Wort. Diesmal offiziell als Solist, obwohl auch hier wieder zwei Drittel von Bright Eyes und deren Dunstkreis mitmischen.
Logischerweise klingt es auch hier wieder sehr nach der Hauptband des Jungen aus Omaha.
Klassische Country-Klänge, ein bisschen Folkeinfluss garniert mit durchdachten, ehrlich klingenden Texten und einer (nicht mehr ganz so) brüchigen Stimme. Die Produktion lässt einen im Gegensatz zu früher denken, man wäre in einem weißgekachelten Raum gefangen, aber an die Erstlingswerke reicht die Platte nicht heran.
Es bleibt ein kleiner Nachgeschmack von uninspirierter Automation. Lediglich Lieder wie „Lenders In The Temple“, „Milk Thistle“ oder „Eagle On A Pole“ lassen die frühere Genialität des einstigen Wunderkindes erahnen.
Letzterer Song verweist auch gleichzeitig auf Conors Bezug zu elektrisch verstärkten Gitarren. Etwas, was er bei Bright Eyes nie ausleben konnte. Alles in allem sehr schön.
Aber leider nicht mehr so überragend, wie es in früheren Kompositionen der Fall war.
