Hot Club de Paris – Live at Deadlake

Published on Januar 1st, 1970

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(Brit-Rock)
(19.09.08 / Moshi Moshi)

Noch eine Retrorockband aus dem Königreich?
Eine von denen mit den asymmetrischen Haarschnitten, bunten Hochzeitsanzügen und engen Schach-Matt-Krawatten?
Ach ja, und Tapete mit feinem Floralmuster im Hintergrund. Genau das hätte ich erwartet.
Dass ich dann aber so falsch liege, finde ich besonders erfreulich. Die markanten Haarschnitte sind zwar vorhanden, aber sie weisen Falle von HCdP eher auf eine kultiviertere Version des originären Punks hin als auf den Stil der The-Clash-Wannabes.
Dass die Band in keinem einzigen Video diese typischen epileptischen – konvulsiven Bewegungen macht, hat mich fast zu Tränen gerührt.
Auf ihrem zweiten Album „Live at Deadlake“ zeigt das Trio aus Liverpool neben einer ungemeinen Spielfreude und perfekter Beherrschung der Instrumente auch einen distanzierten Blick auf den erlebten Hype, dessen sich die Band 2006 ausgesetzt sah.

Doch wie vielen Bands, die in den weiteren Monaten nach der ersten Erfolgswelle versuchten, ihren Weg unbeirrt weiterzugehen und scheiterten, haben sich HCdP ihrer Stärken besonnen.

Die gestiegene Aufmerksamkeit hat sie nicht um den Verstand gebracht. Mit ihrem neuen Werk ist es ihnen gelungen, einen wichtigen Schritt in Richtung dauerhafter, selbstbestimmter und autarker Musikkarriere zu gehen.
Unabhängig von partiellen Hypes und allwissenden NMEs.

Katya

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